Im Hogwarts Express

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Mallmon
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Mallmon » 23. Aug 2018, 22:17

vier Monate Später:
"Morgan, Morgan, Morgan! Ich hab heute 5 Hauspunkte in Zauberkunst bekommen!" Aufgeregt rannte Valka auf ihre Cousine zu und plapperte ohne Punkt und Komma. "Und in Zaubertränke wäre Ruby fast in ihren Kessel gefallen und hat dabei ihren halben Zaubertrank verschüttet. Es war soo lustig, wie sich auf dem Boden plötzlich Gras ausgebreitet hat und manchen sogar über die Schuhe gewachsen ist." "Hast du mir was von dem Gras mitgebracht?" Visteria streckte ihren Kopf hinter einem Bücherstapel hervor. Valka hatte sie erst gar nicht bemerkt und zuckte bei der Frage etwas zusammen. Ihre Stammecke im Gemeinschaftsraum lag so in einer Ecke, dass man einen guten Überblick über den ganzen Raum hatte, aber selbst nicht schnell bemerkt wurde. "Na klar", antwortete sie und griff sich in die Tasche. Sie zog ihre Hand prall gefüllt mit einem Büschel Gras wieder heraus und lies es vor Morgan und Visteria auf den Tisch fallen. Morgan sah den Haufen an und hob eine Augenbraue "Mehr hast du nicht in deine Tasche bekommen?", fragte sie Ironisch. Inzwischen zupfte Visteria sich einige Halme heraus und verpackte sie sorgfältig in eine kleine Tüte. "Sagt mal, wie heißt euer kleiner Gryffindor Freund nochmal?" fragte sie ganz beiläufig. "Rhykker Wuchs, wieso?" Valka schien nichts gutes zu ahnen und beobachtete Visteria argwönisch. "Ach, ich hab ihn vorhin gesehen und wusste nur nicht mehr wie er heißt". Doch etwas anderes glitzerte noch in ihren Augen als sie das sagte.
Am nächsten Tag war kein Unterricht, alle fingen an ihre Sachen zu packen um für den Sommer nach Hause zu fahren. "Beeil dich Valka, ich habe mich vor dem Fest noch mit Jojo und Rhykker verabredet. Ich hab versprochen dich auch mitzunehmen". "Bin gleich fertig" Valka schmiss noch ihre letzten Klamotten in ihren ohnehin schon unordentlich gepackten Koffer. Dann stellte sie etwas ruppig den Käfig mit Schuhui darauf. Die Eule klackerte verärgert mit dem Schnabel, lies sich aber mit einem Eulenkeks schnell wieder beruhigen.
Rhykker und Jojo warteten schon auf sie, als Morgan und Valka den Gang herunterhechteten. Visteria kam mit einigem Abstand hinterher. Sie beeilte sich nicht. "Da seid ihr ja endlich, wir dachten schon wir sehen euch vor dem Fest gar nicht mehr" "Tschuldigung" schnaufte Valka. "Hey Jojo, fandest du das gestern in Zaubertränke nicht auch mega witzig, als Ruby der Kessel umgefallen ist?" "Naja, mein ganzer Schuh war mit Gras bewachsen. Ich hab das immer noch nicht ganz weg bekommen" Und tatsächlich, aus der Spitze von Jojos Schuh sprießten noch ein paar grüne Stängel. "AUUUAA!!" Alle starrten Rhykker an, der sich den Hinterkopf rieb."Was sollte das denn?" Hinter ihm Stand Visteria und schaute so unbeeindruckt wie immer. "Du hattest da etwas in den Haaren hängen, ich hab es für dich weg gemacht" Valka beobachtete wie Sie ein paar Haare in ihrer Hand verbarg und heimlich in ihre Tasche steckte. "Wir sollten rein gehen, es geht gleich los"
In der großen Halle saßen die meisten Schüler schon an ihren Tischen. Die Gruppe verabschiedete sich kurz und dann gingen Rhykker und Jojo zum Gryffindortisch und Morgan, Visteria und Valka zum Slytherintisch. Der Tisch war schon gedeckt und wartete nur darauf, dass das Festmahl auf ihm erschien. Valkas Magen knurrte schon bei dem Gedanken an das Festmahl. Der komplette Raum war in Blau und Bronze geschmückt. Ravenclaw würde den Hauspokal bekommen. "Ach mist, dabei lagen wir doch nur noch 7 Punkte hinter ihnen. Noch etwas mehr Zeit und wir hätten gewonnen", jammerte Morgan als die drei sich setzten. Visteria fummelte wieder an ihren Fläschchen herum und schien das Geschehen um sie nicht zu bemerken.
Professor Dumbledore brauchte eine gefühlte Ewigkeit für die Abschlussrede. Doch endlich eröffnete er das Festmahl. Sofort lud sich Valka alle möglichen verschiedenen Sachen auf den Teller und begann eifrig zu essen. Im Augenwinkel sah sie, dass Visteria gerade etwas in einen Becher füllte, Rhykkers Haare hineinwarf und mit ihrem Zauberstab antippte. Der Trank, oder was auch immer es war, quietschte einmal kurz, hinterließ eine kleine blaue Rauchwolke und war verschwunden. "Waff hafft du da gemafft?" Fragte Valka mit vollem Mund. "Das werden wir gleich sehen" Mit einem verschmitzten lächeln auf dem Gesicht machte sie eine Geste zum Gryffindortisch. Morgan und Valka folgten ihrem Blick. "Du hast doch nicht irgendwas an ihm getestet oder?" Morgans ton wurde strenger. "Womöglich" Das Grinsen auf Visterias Gesicht wurde etwas breiter. Jetzt starrten alle drei gebannt zu den Gryffindors hinüber. Sie sahen wie Jojo Rhykker irgendwas erzählte und er sich nur ab und zu nickend über seinen Teller her machte. Plötzlich hielt er inne und hörte auf zu kauen. Er kratze sich hektisch das Kinn und sein Blick wurde immer verwunderter. Und auf einmal sprossen Haare aus seinem Kinn und wuchsen zu einem prächtigen Bart heran. Valka wäre vor lachen beinahe vom Stuhl gefallen, hätte Morgan sie nicht festgehalten. Die drei Mädchen prusteten vor Lachen. Vom Lachen noch außer Atem meinte Valka:"Das ist großartig, wie lang hat er den denn jetzt?" Visteria zuckter nur mit den Schultern "Keine Ahnung, war der erste Versuch"
Zuletzt geändert von Mallmon am 23. Aug 2018, 22:33, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Morgan » 24. Aug 2018, 13:27

Morgans Lachen verstummte. Valka sah Visteria entsetzt an. „Was meinst du damit es war dein erster Versuch? Heißt das es hätte auch schief gehen können?!“ Visteria sah beide gelassen an. „Sicher.“ „Das kannst du doch nicht machen! Rhykker ist unser Freund!“ sagte Valka nun verärgert. „Beruhig dich Valka,“ sagte Morgan „ Er kann ihn sich ja im Krankenflügel wegzauber lassen. Oder sich einfach rasieren.“ „Ja aber was wenn Rhykker nicht ein Bart gewachsen wäre, sondern… ich weiss nicht, die Augen aus ihren Sockeln gesprungen oder sonst was Schlimmeres?!“ „Da hätte ich statt Flussgrass aber Amethiststaub nehmen müssen.“ „Visteria, das hilft jetzt nicht!“ blaffte sie Morgan an. Während dessen war am Gryffindor Tisch ein kleiner Tumult ausgebrochen. Jojo zog und zerrte an Rhykkers neu gewachsenen Bart als sei er nur angeklebt. „Auu au Jojo das tut weh!“ protestierte dieser lautstark. Frank der Vertrauensschüler hatte sich erhoben und untersuchte Rhykkers Bart. „Ganz schön weich.“ Bemerkte er und griff nochmal in den rötlichen Bart des Erstklässlers. Jojo war indes aufgesprungen und stürmte zum Slytherin Tisch. „Du!“ sie zeigte mit ausgestrecktem Finger auf Visteria. „Du hast das gemacht! Deshalb hast du ihm vorhin Haare raus gerissen! Mach das rückgängig du Hexe!“ „Ähm Hallo, Du bist auch eine Hexe. Kannst du nicht mal richtig Fluchen, oder was?“ sagte Ruby verächtlich, die auf dem Platz neben Valka saß. Jojo ignorierte sie und sah zu Valka und Morgan. „Und ihr! Ich dachte wir wären Freunde?! Warum habt ihr sie nicht aufgehalten?“ „Reg dich ab Jojo.“ Sagte Morgan „Wir haben Visteria schon gesagt, dass das scheiße war.“ „Eigentlich habt ihr mich nur gefragt warum seine Augen nicht rausgesprungen sind.“ Fiel Visteria ein. „DAS HABEN WIR NICHT!“ schrie Valka sie an. Visteria zuckte mit den Schultern und sippte an ihrem Kürbissaft. Jojo sah Morgan stinksauer an „Das kann ich euch nicht verzeihen!“ „Ich hab doch schon gesagt, dass wir nichts dafür können! Und wir wollten das auch nicht!“ Jojo schüttelte wutentbrannt den Kopf und stapfte zum Gryffindor Tisch zurück. „Also seid ihr doch mit der trotteligen Gryffindor befreundet?“ fragte Ruby abschätzig. Valka sah sie ungläubig an.
Jojo hatte inzwischen wieder ihren Platz am Gryffindor Tisch eingenommen wo alle um Rhykker herum standen und zahlreiche Hände in seinem Bart verfangen waren. „Voll schön“ bemerkte Patricia und sah ihn schwärmerisch an. Rhykker sah zu Jojo herrab und sagte freudestrahlend: Den lass ich! Der ist wunderschön und so weich. Fühl mal richtig.“ Jojo schüttelte düster den Kopf. „Ich werde mich gleich mal bei Visteria bedanken gehen.“ Sagte Rhykker glücklich. „Das wirst du nicht!!“ sagte Jojo immer noch geladen von der Konfrontation.
„Visteria, das war scheisse!“ sagte Morgan scheltend „Warum hast du das gemacht?“ „Ich wollte den Fluch schon die ganze Zeit mal ausprobieren und er hat einfach die perfekte Gesichtsform um einen Bart zu tragen.“ Morgan schüttelte den Kopf. „Außerdem mag ich es nicht wie er einfach immer nett ist. Ernsthaft wie kann man immer so gut gelaunt sein?“
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Psyche » 24. Aug 2018, 14:19

Visteria verstand den ganzen Aufruhr nicht. Alle schrien herum und was sie noch weniger verstand: Alle schienen SIE anzuschreien. Dabei war doch nichts passiert. Alles was passiert war, war dass Rhykker jetzt einen imposanten Bart hatte, der allen zu gefallen schien. Klar hätte es auch schief gehen können,war es aber nicht. Sie hatte jahrelange Erfahrungen mit Zaubertränken und Giften und inzwischen passierten ihr auch keine Missgeschicke mehr. Wenn man den Unfall des letzten Sommers außer Acht ließ, bei welchem sie auf ihrem linken Auge erblindet war. Und den Vorfall bei dem einer ihrer Bediensteten für einen ganzen Monat lang Gänseblümchen aus der Nase wuchsen. Und der Vorfall mit dem Kaninchen dem 4 weitere Beine gewachsen waren. Bei genauerer Überlegung schien mehr schief zu gehen, als zu funktionieren. Vielleicht hätte sie wirklich ein wenig vorsichtiger mit dem Freund ihrer neuen Freundinnen umgehen sollen. Noch im selben Moment musste sie lachen. Blödsinn, irgendwer muss das Zeug ja ausprobieren und die Versuche die sie an sich selbst durchgeführt hatte, kamen nach dem Vorfall mit ihrem Auge erstmal zum Stillstand. Während sie in Gedanken versunken an ihrem Kürbissaft schlürfte unterhielten sich Valka und Morgan angeregt über das soeben geschehene. "Oh Mann, Jojo ist richtig sauer", meinte Valka mit einem besorgten Blick zum Gryffindortisch. "Ich bin auch sauer!", meinte Morgan laut. "WIR haben gar nichts gemacht, es war Visteria. Wir konnten doch nicht wissen, was sie wieder für einen Blödsinn macht. Sie ist IMMER selstam und hat jedem von uns schon mindestens einmal Haare rausgerupft. Erst letzte Woche hat sie meine abgeschnittenen Fußnägel eingesammelt. es würde mich nicht wundern wenn sie inzwischen ein Stück von JEDEM Schüler in Hogwarts hat!". "Und von ein paar Lehrern...", fügte Visteria hinzu, die die Stimmung offensichtlich immer noch nicht richtig zu lesen vermochte. Verärgert wandte sich Morgan wieder zu Visteria zu. "Und du!", sagte sie mit deutlicher Wut in der Stimme. "Sowas kannst du doch nicht machen, du kannst doch nicht einfach irgendein Zeug an anderen ausprobieren.". "Als ich den rechten Arm von Kayan Rosier geschrumpft habe schien dich das nicht gestört zu haben", meinte Visteria, die das Problem offensichtlich noch immer nicht verstand. Morgan und Valka mussten sich bei der Erinnerung an Kayans Babyarm ein Grinsen verkneifen. "Ja, das war aber auch ein Idiot. der Schönling hatte es ja auch nicht anders verdient. Aber Rhykker ist unser Freund. Ich dachte wenigstens vor uns, deinen Freunden, hättest du genug Respekt keine Sachen an uns auszuprobieren", meinte Valka etwas enttäuscht. In Visteria schien sich irgendetwas zu regen. Ein unangenehmes Gefühl, dass sie so nicht kannte. Waren das diese Schuldgefühle von denen alle sprachen. Visteria seuftzte. Schuldgefühle waren das letzte, dass jemand wie sie gebrauchen konnte. Wenn sie andere, Gott verhüte, als Menschen und nicht mehr als Versuchskaninchen sah würde das einige Türen und Möglichkeiten für sie schließen. Aber sie mochte Valka und Morgan und wollte die beiden nicht verlieren. Immerhin hatte sie Kayan verflucht um Morgan vor ihm zu beschützen. Sie mochte die anzüglichen Blicke nicht, die Kayan Morgan immer wieder aus den Augenwinkeln zugeworfen hatte. Er war so ein Wiederling. Also hatte sie getan was sie tun musste. "Hallo?! Hörst du uns überhaupt noch zu?", hörte sie aus der ferne Morgans stimme die mit ihrer hand vor ihrem Gesicht herumwedelte. Mit einem Mal wieder in der Realität beschloß Visteria das einzig Richtige zu tun. "Seid ihr neidisch auf seinen Bart? Wollt ihr auch einen?", fragte sie und wollte schon ihre tasche zücken. "NEIN!", schrien Valka und Morgan gleichzeitig. "Hör zu", meinte Morgan streng. "Wenn du weiterhin mit uns befreundet sein willst, muss es eine Grenze geben. Wir sind Tabu, Rhykker und Jojo sind Tabu. Ok?". Visteria nickte nur. Damit konnte sie leben. "So und jetzt gehen wir rüber zu Jojo und Rhykker und du entschuldigst dich, kapiert?", sagte Valka. Visteria nickte erneut. Valka seuftze erleichtert. Es war wirklich nciht leicht mit ihr. Besorgt lugte sie zum Gryffindortisch, um zu sehen, wie es Rhykker ging, konnte ihn aber gar nicht zwischen alle den Menschen erkennen, die um ihn herumstanden und seinen Bart streicheln wollten. Jojo konnte sie aber sehr wohl sehen, die immer noch, sichtlich schlecht gelaunt, daneben saß und Kürbiskuchen mit einer Gabel zerlegte ohne jedoch etwas davon zu essen. Sie war wohl noch ziemlich sauer.
Zuletzt geändert von Psyche am 24. Aug 2018, 14:23, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Jojo » 25. Aug 2018, 12:03

Als die drei Slytherins an den Gryffindor Tisch herüber kamen und neben Jojo stehen blieben, hob diese den Kopf von ihrem zerfetzten Kuchen.
„Was?“, fragte sie mürrisch.
„Visteria möchte euch etwas sagen.“, sagte Morgan und blickte Visteria an, die direkt hinter ihr stand und zufrieden lächelnd beobachtete, wie Rhykker an seinem neuen Bart zupfte. Als sie jedoch schwieg und Jojo abwartend die Augenbraue hob, stieß Valka ihr den Ellbogen in die Seite.
„Au. Was?“, fragte Visteria.
„Du wolltest Jojo und Rhykker etwas sagen“, erinnerte Valka sie.
„Achja. Was war das noch gleich?“
„Vergiss es einfach.“, sagte Jojo gereizt, „Du hast versucht meinen besten Freund zu vergiften und das, obwohl wir neben Morgan und Valka die einzigen Personen hier im Schloss sind, die nett zu dir sind. Ich weiß ja nicht, ob dir der Begriff „Freunde“ geläufig ist, aber normalerweise versucht man da nicht, dem anderen zu schaden.“
„Ich wollte euch doch nicht schaden.“, erwiderte Visteria und runzelte die Stirn, „Rhykker sieht doch ganz glücklich aus.“
„Entschuldigung. Das ist es, was Visteria sagen wollte.“, mischte sich Morgan rasch mit lauter Stimme ein, denn Jojos Augen begannen schon wieder gefährlich zu glühen, „Und sie hat versprochen, dass sie in Zukunft keinen von uns mehr als Versuchskaninchen benutzt.“
Einen Moment lang blickte Jojo zwischen den drei Slyhterins hin und her.
„Gut.“, sagte sie dann kühl und wandte sich wieder ihrem Kuchen zu. Für einen Moment herrschte Schweigen.
„Und?“, fragte Morgan dann schließlich. Jojo blickte erneut hoch.
„Und was?“
„Ähm, wie wäre es auch mit einer Entschuldigung? Du hast Valka und mich vollkommen grundlos angebrüllt.“
„Ich habe nicht…“, begann Jojo und ihre Stimme wurde erneut lauter, doch in diesem Moment ließ Rhykker sich neben sie fallen und schnitt ihr das Wort ab.
„Hi.“, sagte er freudestrahlend und deutete auf seinen Bart, „Guck mal, wie cool der ist. Also ich habe mich erst total erschrocken, als der auf einmal gewachsen ist, aber jetzt finde ich ihn super! Wie lange hält der? Ich will, dass der bleibt.“ Breit grinsend strahlte er Visteria an, der zufrieden zurück lächelte. Dann wandte er sich an Morgan und Valka, wobei er ignorierte, dass Morgan und Jojo sich immer noch gegenseitig wütend taxierten.
„Sitzen wir im Hogwarts Express wieder zusammen? Ich habe Schokofrösche.“
Für einen Moment hielt Valka inne bei dieser Frage und drehte den Kopf zum Slytherin Tisch, wo Ruby und Isla sie beobachteten und dabei tuschelnd die Köpfe zusammen steckten. Sie kannte die Meinung ihrer Zimmergenossinnen über die Gryffindors und sie wusste, dass diese gleich wieder unangenehme Fragen stellen würden. Doch sie hatte auch nicht vergessen, wie Rhykker und Jojo das ganze Schuljahr über immer wieder zu ihrer Freundschaft mit den Slytherins gestanden hatten und sogar gegen ihre älteren Gryffindor Mitschüler angegangen waren, wenn diese blöde Sprüche gebracht hatten, sobald man die fünf zusammen gesehen hatte. Es war nicht einfach, über diese Häuser Feindschaft hinweg ohne Komplikationen befreundet zu bleiben. Aber als Rhykker sie nun so breit angrinste, konnte sie nicht anders als zurück zu grinsen.
„Na klar. Die glorreichen Fünf erobern wieder ein Abteil für sich.“
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To goblins and ghosts, it's a magical feast.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Mallmon » 28. Aug 2018, 20:05

ein paar Wochen später:
Valka saß an einem kleinen Schreibtisch in ihrem Zimmer. Den Blick träumerisch aus dem Fenster gerichtet. Vor ihr lag ein Stapel Pergament und ihre Schreibfeder. Ihr Zimmer was über und über mit allerlei Sachen beklebt, die sie schön fand. Ganz gleich ob sie zum Rest passten, jedes Teil was für sich selbst schön. Viele Poster und Karten hatten das Wappen und die Farben des Hauses Slytherin. Ein Blitz, der in der Ferne zuckte, weckte Valka aus ihren Tagträumereien und sie wandte sich wieder dem Pergament zu und begann zu schreiben:

Hey Rhy,
ich hoffe deine Eltern finden das nicht komisch, dass du Post per Eule bekommst. Aber Jojo hat dir bestimmt auch schon geschrieben. Was haben sie über deinen Bart gesagt? Ist der noch dran? Ich habe meinen Eltern davon erzählt und meine Mutter meinte so etwas schickt sich für einen jungen Mann nicht. Aber ich finds cool.
Ich hab übrigens noch Reste von den Schokofröschen auf der Fahrt in meinem Umhang gefunden. Haben auch noch ganz gut geschmeckt. Wenn du willst, kannst du dir Schuhui für deine Post mal ausleihen. Wenn du ihr ein paar Kekse oder Körner gibst, fliegt sie überall hin.
Treffen wir uns im Hogwarts Express wieder ganz hinten? Ich freu mich schon wieder auf die Schule, zuhause ist alles irgendwie so langweilig. Vater ist ständig nur unterwegs und Mutter weiß nicht was Spaß ist. Wenigstens haben wir einen Wald in der nähe, in dem ich immer nach neuen Tieren schen kann. Und Morgan kommt auch bald vorbei.
Liebe Grüße,
Valka


Sie steckte das Pergament in einen Umschlag und schrieb Rhykkers Namen darauf. Dann zog sie sich einen neuen Bogen heran und begann wieder mit dem Schreiben

Hallo Jojo,
hoffentlich bist du nicht mehr sauer auf Visteria, im Zug wirktest du noch sehr distanziert. Wenn man sich erstmal an ihre komische Art gewöhnt hat, ist sie echt cool. Und sie hat mir viel für Zaubertränke geholfen. Wahnsinn wie gut sie sich auskennt.
Ich hab mit meiner Mutter gestern mal ein Rezept deiner Mutter aus der Hexenwoche nachgekocht. Gefüllte Steaks mit Pastinaken-Süßkartoffelauflauf. Hat echt gut geschmeckt.
Treffen wir uns im Zug wieder im hinteren Abteil? die Zugfahrten mit euch sind immer so lustig.
Ich wünsche dir noch einen schönen Sommer,
Valka


Den zweiten Brief steckte sie ebenfalls in einen Umschlag, schrieb "Joanna Reid" darauf und legte ihn zu dem anderen.

Hey Morgan,
Vater hat erzählt, dass du die letzten zwei Ferienwochen zu Besuch kommst. Sooo cool. Endlich ist es dann nicht mehr langweilig. Ich muss dir unbedingt was cooles zeigen. ich hab gestern im Wald einen grandiosen Fund gemacht. Irgend so ein komischer Stein, der die Form ändert, wenn man ihn mim Zauberstab antippt. Das musst du sehen. Vielleicht passt der ja auch in deine Sammlung.
Ich hab Mutter gefragt ob Visteria uns auch die letzten beiden Wochen besuchen kommen kann. Sie hat ja gesagt. Jetzt müssen nur noch Teris Eltern zustimmen. Dann können wir noch etwas an Zaubertränken üben, bevor es in die Schule geht. Ich hätte ja auch irgendwie gerne Rhy und Jojo gefragt, aber Vater hätte das eh nie erlaubt. Und so kommen wir mit den Zaubertränken auch besser voran, wenn das nicht von Muggelblut gestört wird. Obwohl die beiden dafür ja echt nicht schlecht sind. Ich hatte erwartet, dass die nicht mal richtig Lumos zaubern können.
Ich hab den beiden auch schon geschrieben, dass wir uns wieder im letzten Abteil verabreden.
Ich freu mich schon, wenn du zu uns kommst.
Bis dann,
Valka


Nun war noch ein leeres Pergament übrig. Valka neigte ihren Kopf und dachte kurz nach was sie schreiben sollte, tippte dann ihre Feder in das Tintenfass und begann zu schreiben.

Hy Teri,
Ich hab die Beeren gefunden, von denen du meintest ich solle mal schauen ob die bei uns im Wald wachsen. Wie hießen die noch? Hrotuner? Roterranten? Ach ich habs vergessen. Jedenfalls hab ich sie in eine kleine Tüte gepackt. Und die Blüten von dir habe ich auch rein getan, keine Angst. Kannst du mir vielleicht einen Haar-ausfall-Trank brauen oder beibringen wie man sowas braut? Ruby und Isla haben nach der Abschlussfeier irgendwas angedeutet, dass eine Hausverräterin schon bekommt was sie verdient. Und ich wäre gerne für einen Gegenschlag gerüstet. Und du weißt ja wie sehr Isla ihre langen, silbernen Haare liebt.
Morgan kommt die letzten beiden Ferienwochen vorbei und ich habe meine Eltern gefragt ob du auch kommen darfst. Wenn deine Eltern nichts dagegen haben, kannst du dann auch mit uns in die Winkelgasse und zum Zug gehen.
Bis hoffentlich bald,
Valka


Stolz blickte Valka auf ihre fertigen Briefe, als sie ein Geräusch am Fenster hörte. Schuhui war von ihrer Jagt zurück. Die Eule wusste stets wann sie gebaucht wurde. Sie nahm noch einen Schluck Wasser aus ihrer Tränke und streckte dann ihr Bein aus, damit Valka die Briefe daran befestigen konnte. Valka kraulte sie noch einmal kurz am Kopf und dann flog sie hinaus und verschwand in der Dunkelheit.
Zuletzt geändert von Mallmon am 28. Aug 2018, 20:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Psyche » 6. Sep 2018, 14:08

Visteria saß gerade an dem viel zu langen Tisch, der in ihrem Speißesaal stand und löffelte eine Suppe, als sie plötzlich ein Ohrenbetäubendes scheppern hörte. In aller Ruhe legte sie ihren Löffel ab, legte die Serviette, die sich bis eben auf ihrem Schoß befunden hatte, zur Seite und begab sich Richtung Küche, wo der Lärm hergekommen war. Als sie die Küche betrat musste sie schmunzeln, am Boden, direkt unter dem großen Küchenfenster lag eine Eule, begraben von Pfannen und Töpfen. Sie ging zu der armen Eule, befreite sie aus dem Chaos und nahm sie auf ihren Arm. Die Eule sah zwar etwas zerknittert aus, wirkte aber nicht, als hätte sie sich etwas Ernsthaftes getan. Dankbar kniff ihr die Eule ins Ohr und streckte ihr Bein aus. Daran befand sich ein Brief mit ihrem Namen. Sie erkannte die Schrift und lächelte. Valka. Sie streichelte Schuhui kurz zum Dank und entließ die Eule, die, jetzt deutlich vorsichtiger, aus dem Küchenfenster in die Dunkelheit flog. Visteria ging zurück zum Esstisch, an welchem ihre jetzt kalte Suppe stand und öffnete Valkas Brief. Doch bevor sie das Pergament im Inneren herausholen konnte, vielen ein paar dunkelrote Beeren und mehrere zarte Blüten heraus. Sie grinste verschmitzt. Jetzt konnte sie endlich ihren Schrumpfzauber verbessern. Dass nur ein Körperteil bei der Person schrumpft, die den Trank trinkt, war zwar lustig gewesen, aber eigentlich so nicht geplant. Sie schob die Beeren und Blüten beiseite und öffnete das zusammengefaltete Pergament. Während sie den Brief las löffelte sie geistesabwesend ihre Suppe. Als sie den Brief beendet hatte, faltete sie ihn behutsam zusammen, räumte ihr Geschirr in die Küche und machte sich auf in ihr Zimmer. Dort setzte sie sich an ihren Schreibtisch, zog ein unbeschriebenes Blatt Pergament hervor und tunkte ihre Feder in ihre smaragdgrüne Tinte. Für einen Moment überlegte sie, dann begann sie zu schreiben.

Hallo Valka,
Vielen Dank für die Ruturanten und die Blüten. Jetzt kann ich endlich einen neuen Trank ausprobieren, bei welchem einem Insekten unter der Haut wachsen. Fieses Zeug. Werde ich sicher nicht bei mir ausprobieren, aber wir haben eine neue Köchin, die immer meine Suppe versalzt, die ist schon lange fällig. Bezüglich eines Haarausfaltrankes habe ich eine ganze Palette an Möglichkeiten, die vielleicht sogar ein bisschen kreativer sind. Wie wäre es zum Beispiel wenn Isla ihre tollen silbernen Haare aus den Augen wachsen? Ich sammle einfach mal ein paar Ideen, dann kannst du dir einen aussuchen, je nachdem wie schlimm die Rache sein soll. Zwecks deiner Einladung: ich komme sehr gerne für die letzten zwei Ferienwochen zu dir. Meine Eltern muss ich nicht fragen, ich bin mir nicht mal sicher, ob sie überhaupt registriert haben, dass ich aus Hogwarts zurück bin. Gesehen haben wir uns jedenfalls noch nicht (abgesehen von meinem Vater, der an mir vorbeigerannt ist und mich mit dem Namen meiner großen Schwester angesprochen hat). Kommen die beiden Muggelgeborenen? Falls ja würde mich das nämlich moralisch etwas „einschränken“, wenn du verstehst. Bis dahin dann!

Ohne zu zögern zog sie ein weiteres Pergament hervor und begann erneut zu schreiben.

Hallo Morgan,
Ich dachte ich schreibe dir auch. Du hast mir ja vor den Ferien den ein oder anderen Stein gegeben und ich dachte ich sag dir mal Bescheid was bis jetzt dabei rausgekommen ist. Also bei zwei der Steine hat sich leider nichts getan, aber aus dem dritten, der so ein bisschen Regenbogenfarben geglänzt hat, habe ich einen Trank gemacht, mit dem man seine Haarfarbe beliebig oft ändern kann. Mein Versuchskaninchen (wirklich ein Kaninchen), wechselt je nach Tageszeit und Bedürfnissen die Fellfarbe. Gerade ist es grün, ich glaube es hat gerade Hunger. Jedenfalls Danke, bring mir ruhig weiter Steine, die du nicht brauchst und von denen du glaubst, man könnte was cooles draus machen! Du kannst sie ja zu Valka mitbringen, ich werde auch da sein, dann können wir ja ein bisschen experimentieren, wenn du Lust hast. Bis dann!

Beide Briefe faltete sie sorgsam zusammen und steckte sie in Umschläge. Dann ging sie in die Eulerei und nahm sich eine große braune Eule. „Bring die zu Valka und Morgan“, meinte sie und gab der Eule einen Keks. Diese nickte nur und flog aus dem Fenster.

Später bei Valka:
Valka, Morgan und Visteria saßen gespannt um einen Kessel herum. Dieser blubberte silbern vor sich hin. Jedesmal wenn eine Blase zerplatze kam aus ihr eine kleine Dampfwolke hervor, die jedesmal eine andere Farbe hatte. Während Visteria Mengenangaben und Zutaten vor sich hinmurmelte und immer mal wieder eine Zutat aus dem riesigen Koffer hervorholte, den sie mitgebracht hatte, und in den Kessel warf, unterhielten sich Valka und Morgan andächtig. „Wie cool wär das denn? Ein Trank bei dem man seine Haarfarbe wechseln kann wie man will?“, meinte Valka begeistert zu Morgan. Morgan runzelte nur die Stirn „Wär schon cool, aber so oft wie bei Visteria was schiefgeht werde ich den sicher nicht ausprobieren. Und außerdem, du weisst doch Visteria ist ein bisschen…“ Sie sah zu Visteria rüber, die gerade in Gedanken versunken schien und machte eine „Kuck Kuck“-Geste mit ihren Händen. In diesem Moment sah Visteria kurz auf und für einen Moment dachte Morgan, sie hätte sie gekränkt, bis sie das breite, fast schon verrückte Grinsen auf Visterias Gesicht bemerkte. Es schüttelte sie kurz. Sie wandte sich wieder Valka zu. „Du bist doch meiner Meinung oder? Ich meine, nur weil es bei ihrem Kaninchen geklappt hat heißt das nicht dass es auch bei uns klappt.“. Valka überlegte kurz, doch bevor sie antworten konnte kam ihnen Visteria dazwischen. „So! Der Trank ist soweit fertig, jetzt muss ich nur noch…“, sie schnipste drei mal mit ihrem Zauberstab gegen den Kessel. „Color Coloribus“, sagte sie laut und der trank begann wie wild in allen Farben zu schimmern. Die drei sahen den Trank bewundernd an, er war wirklich schön. „Ok, wer will?“, Visteria schaute von Valka zu Morgan und zurück. Beide zögerten. „Wir können ihn auch bei einem deiner Bediensteten ausprobieren. Oder bei deinen Eltern?“, meinte sie nur zu Valka und zückte schon eine Ampulle um sich etwas abzufüllen. „NEIN“, meinte Valka laut! Sie schluckte laut. „ich machs“. Visteria lächelte und füllte die Ampulle mit dem Trank. Morgan schüttelte nur seufzend den Kopf, wusste aber, wenn Valka sich etwas in den Kopf gesetzt hatte war sie nicht mehr aufzuhalten. Außerdem war sie auch neugierig. Visteria reichte Valka die Ampulle. Diese schaute unsicher Visteria, dann Morgan an und dann mit einem Mal schluckte sie die glänzende Flüssigkeit mit einem Schluck herunter. „Ihhh, das schmeckt nach seife“, meinte Valka nur und verzog das Gesicht. Gespannt betrachteten Visteria und Morgan Valka, die mindestens ebenso gespannt zurückblickte. „Und?“, fragte sie, „Sieht man schon was?“. „Nein“, meinte Morgan etwas enttäuscht, „Nichts“. Visteria rieb sich das Kinn. „Ich hab eigentlich alles richtig gemacht. Bei meinem Kaninchen hat sich die Haarfarbe je nach Bedürfnissen usw geändert. Denk doch mal ganz fest an deine Lieblingsfarbe. Vielöleicht funktionierst dann?“. Valka seufzte und schloss die Augen. Mit aller Kraft dachte sie an ihre Lieblingsfarbe. Und mit einem mal hörte sie ein bewunderndes „Oh“ von Visteria und Morgan. Sie öffnete die Augen und sah zwei Augenpaar, die auf ihre Haare fixiert waren. „Hat es jetzt geklappt“. „Schau doch selber“, meinte Morgan grinsend. Valka sprang auf und rannte zu dem Spiegel, der in ihrem Zimmer stand und tatsächlich. Ihre Haare hatten das wunderschönste tiefe Dunkelgrün, dass sie je gesehen hatte. „Wow“, sagte sie und betrachtete ihr haare von allen Seiten. „es hat geklappt! Voll cool“, sagte sie und bewunderte ihre neuen Haare. „Was wohl meine Eltern dazu sagen“, grinste sie verschmitzt.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Jojo » 6. Sep 2018, 20:48

„Jojo! Da ist eine Eule für dich!“
Jojo blickte von dem Tagespropheten auf, in dem sie gerade gelesen hatte, als die Stimme ihrer Mutter nach oben in ihr Zimmer schallte. Schnell schob sie die Zeitung unter ihr Kissen und rannte hinunter in die Küche.
Zu ihrer Überraschung war es aber nicht Athena, die dort auf dem Kühlschrank saß und sich das Gefieder putzte, sondern Schuhui, die Eule von Valka.
„Hi“, sagte Jojo überrascht und streckte sich, um den Brief vom Bein der Eule zu ziehen, „Mit dir habe ich ja überhaupt nicht gerechnet.“
Tatsächlich hatte sie ein wenig daran gezweifelt, in den Ferien überhaupt etwas von ihren beiden Slytherin Freundinnen zu hören. Athena war momentan mit einem Brief an Rhykker unterwegs, mit dem sie regen Briefkontakt hielt und sich auch schon für ein Treffen in der Winkelgasse verabredet hatte. Nun lockte sie Schuhui auf ihren Arm und wandte sich ihrer Mutter wieder zu zu.
„Danke Mum, ich schreibe oben gleich die Antwort, dann kann Schuhui sie gleich mitnehmen.“
„In Ordnung.“, erwiderte ihre Mutter zerstreut, „Weißt du, wo der Tagesprophet von heute abgeblieben ist?“
Jojo spürte, wie ihre Wangen leicht rot wurden.
„Nein“, log sie rasch, „Keine Ahnung.“
Ihre Mutter runzelte die Stirn.
„Jo, du weißt, ich möchte nicht, dass du den Propheten zur Zeit liest. Da steht so viel schreckliches Zeug drin, für das du noch viel zu jung bist.“
„Ich weiß, Mum.“, beeilte Jojo sich zu erwidern, „Ich habe keine Ahnung, wo der ist. Vielleicht hat Dad ihn schon weggeschmissen?“
„Mh…“
Ihre Mutter wandte sich wieder ab, wenn auch mit gerunzelter Stirn und eilig verließ Jojo die Küche, bevor sie ihr weitere Fragen stellte.
Seit Beginn der Ferien war ihre Mutter noch angespannter als sonst. Sie verließ das Haus nur noch, wenn es nötig war, selbst ihre Zeitungsbeiträge schrieb sie inzwischen von Zuhause aus. Und dann waren da immer diese besorgten Blicke am Tisch, wenn sie im Propheten wieder etwas las und mit banger Miene zu ihrem Mann hinüber blickte…
Mit einem Seufzer setzte Jojo Schuhui in ihrem Zimmer auf Athenas Käfig ab, bot ihr die Schale mit Körner an und setzte sich dann auf ihr Bett, um Valkas Brief auseinander zu falten.
Ein schlechtes Gewissen überkam sie, als sie ihn las. Ja, sie war tatsächlich im Hogwarts Express noch immer sehr wortkarg gewesen, obwohl Visteria sich dann auch persönlich nochmal bei Rhy entschuldigt hatte und dieser wahnsinnig stolz auf seinen Bart war.
Seinen Eltern waren wohl im ersten Moment recht erschrocken gewesen und hatten verlangt, dass er ihn entfernte. Rhykker hatte ihnen allerdings eingeredet, dass es ein magischer Bart sei und dieser nicht weggehen würde. Da seine Eltern Muggel waren, hatten sie es ihm wohl oder übel geglaubt.
Jetzt zog Jojo eine Feder aus ihrem Nachttisch, glättete ein Blatt Pergament auf ihrem Zaubertränkebuch, was ebenfalls dort lag, und begann eine Antwort zu schreiben.

Liebe Valka (und liebe Morgan, falls du schon da bist),
danke für Deinen Brief, ich hab mich wirklich sehr über ihn gefreut.
Tut mir leid, dass ich im Hogwarts Express noch so blöd war. Rhy ist ja sehr zufrieden mit seinem Ergebnis, also schwamm drüber.
Hier sind die Ferien bisher sehr ruhig. Ich helfe Dad ab und zu in seiner Apotheke aus und habe sogar schon mit den Hausaufgaben angefangen. Ja, ich! Ich weiß, ein kleines Wunder. Vielleicht lerne ich ja, sie in Zukunft nicht immer vor mir her zu schieben.
Wie ist denn bei euch die Stimmung? Mum ist nicht gut drauf wegen all dem Zeug, was im Propheten steht. Das kann einem echt Angst einjagen…
Rhy und ich wollen in der letzten Ferienwoche zusammen in die Winkelgasse und die neuen Schulsachen holen. Wollen wir uns vielleicht dort treffen? Es wäre cool, euch vor dem neuen Schuljahr schon wieder zu sehen. Morgan und ich haben da auch noch ein Schokofroschbattle offen.
Ich gebe Schuhui die Antwort direkt mit – Athena ist gerade unterwegs zu Rhy.
Bis (hoffentlich) bald,
Jojo


Sorgfältig faltete Jojo den Brief zusammen und stand auf.
„Na, bist du schon bereit für den Rückweg?“, fragte sie an Schuhui gewandt, die als Antwort mit dem Schnabel klackerte und motiviert die Flügel ausbreitete. Geduldig wartete sie, bis Jojo den Brief an ihrem Bein befestigt hatte, dann flatterte sie auch schon aus dem geöffneten Fenster. Jojo blickte ihr nach, bis sie nur noch ein kleiner Fleck am Horizont war, bevor sie sich zurück auf ihr Bett setzte und den Tagespropheten unter dem Kissen hervor zog.
Zuletzt geändert von Jojo am 6. Sep 2018, 21:10, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Mallmon » 7. Sep 2018, 12:08

Hy Jojo,
was? du hast Hausaufgaben gemacht? Wahnsinn! Aber ich hab auch schon angefangen (nach dem meine Mutter mehrmals gemeckert hat)
Meine Mum sagt, ich brauch wegen den Sachen in Propheten keine Angst haben, weil wir eine alte Reinblüterfamilie sind. Und Vater interessiert sich kaum dafür. Er ist in letzter Zeit aber besser gelaunt, weil die Anklage auf Nutzung schwarzer Magie fallen gelassen wurde. Ich hab eh nicht geglaubt, dass er sowas gemacht hat.
Aber schwarze Magie ist schon irgendwie cool. Wenn man sich vorstellt was man damit alles cooles machen könnte.
Ich hab meine Mum gefragt wann wir in die Winkelgasse gehen und sie meinte, Morgan, Visteria (sie ist auch hier für die letzten beiden Wochen) und ich dürften uns das aussuchen. Also klappt das mit dem Treffen dort.
Morgan trainiert hier schon für euren Wettkampf, unglaublich wie viel in einen Mund rein gehen. Ich glaube da hast du keine Chance.
Bis nächste Woche in der Winkelgasse dann,
Valka


Valka steckte den Brief in einen Umschlag, band ihn Schuhui um und schickte sie hinaus. Dann packte sie schnell ihre Schreibsachen ein und ging hinunter in den Wintergarten wo Morgan und Visteria immer noch versuchten einem Frosch einen zweiten Kopf wachsen zu lassen. "Dieses Mal muss es funktionieren, ich hab alles genau berechnet", sagte Visteria und träufelte einige Tropfen einer gelben Flüssigkeit auf den Kopf des Frosches. Der Frosch Quakte laut, dann begann sein Kopf anzuschwellen. Er wurde immer größer und größer, bis er schließlich groß wie ein Klatscher platzte. Die Mädchen wurden mit Froschschleim bespritzt, schauten sich an und begannen zu lachen. "Okay, ich bin dran" Morgan nahm einen weiteren Frosch aus dem Eimer und setzte ihn vor sich. Sie zerbröselte ein paar Blüten über dem Frosch und tippte dann mit dem Zauberstab von einem orangenen Stein zu dem Kopf des Frosches. Dabei murmelte leise etwas, was Valka nicht verstehen konnte. Alle starrten gespannt den Frosch an. Der Stein und der Frosch fingen an zu qualmen. Eingehüllt in violetten Rauch konnte man nichts mehr erkennen. Als der Rauch sich verzogen hatte, war anstatt des Kopfes, der orangene Stein am Frosch. Und der Kopf lag abgetrennt dort wo vorher der Stein lag und quakte vor sich hin. Wieder begannen alle zu lachen. Von dem Lärm angezogen kam Norwin, Valkas Vater, durch die Tür. "Was ist das hier für ein Lärm? Was macht ihr für einen Unsinn? Hört sofort auf damit und räumt diesen Saustall hier auf!", sagte er streng und verschwand so schnell wie er gekommen war. "Ja, Vater!" antwortete Valka demütig und begann mit den Anderen die Sachen zusammen zu packen. "Wir machen morgen weiter, wenn Vater arbeiten ist", flüsterte sie noch Morgan und Visteria zu.

in der Winkelgasse:
Valka war total aufgeregt als die Steine im Hof, hinter dem tropfenden Kessel, den Weg zur Winkelgasse frei gaben. Für den Einkauf waren sogar Morgans Eltern Siv und Adalbert mitgekommen. Es freute sie, dass sich Onkel Adalbert und ihr Vater wieder verstanden. So gingen sie munter plaudernd durch den Durchgang. Morgan, Visteria und Valka folgten den Erwachsenen. Bei Flourish & Blotts wollten sie sich mit Jojo und Rhykker treffen. Vorher durften sie sich aber noch ein Eis bei Florean Fortescues Eissalon holen. Die Winkelgasse war gut besucht und so sahn man jede Menge Zaubererfamilien durch die Geschäfte streifen um die neuen Schulsachen zu besorgen. In der Nähe legte ein dunkelhaariger Mann mit alten Muggelklamotten seinen Arm um seine Frau, zeigte auf etwas in der Ferne und sagte:"schau mal Susanne, da drüben bewegt sich sogar das ganze Haus". Susanne kicherte, in ihrem langen, geblümten Kleid wirkte sie sehr hübsch für eine Muggelfrau. Die Beiden wandten sich wieder dem Paar gegenüber zu, mit dem sie eine freudige Unterhaltung weiterführten. "Muggel!" Norwin wirkte verärgert "dass die auch überall sein müssen. Wie Parasiten" "Abschaum", stimmte Adalbert ihm zu. Die beiden wollten sich schon angewidert abwenden, als Valka die eine Frau erkannte. Sie stieß Morgan mit dem Ellbogen in die Seite "Ist das nicht Hannah Reid, die Mutter von Jojo?" "Ja, stimmt" Und da erkannten sie auch Jojo und Rhykker dahinter. Beide blieben augenblicklich stehen und starrten sich entsetzt an. Sie hatten vergessen, dass die beiden ja ihre Eltern mit in die Winkelgasse bringen würden. Um nicht gesehen zu werden versteckten sie sich hinter einer großen Pflanze. Doch Rhykker hatte sie schon entdeckt. "Heeeey, Morgan, Valka, Visteria!!" Er lief begeistert auf sie zu "Da seid ihre ja, Mum, Dad, kommt mal her, das sind die Anderen von denen ich erzählt hatte. Wegen ihr hier habe ich meinen coolen Bart!" Ronald & Susanne Wuchs kamen in ihre Richtung. Gefolgt von Hannah & Brandon Reid. Noch immer versuchten sich Valka und Morgan zu verstecken. Visteria stand daneben und machte nicht die Anstalten sich irgendwie zu verstecken. Sie verstand die ganze Situation nicht. Schließlich hatten sie sich ja hier mit ihnen verabredet. Valka brauchte nicht zu ihrem Vater zu sehen um zu wissen, dass dieser vor Wut innerlich tobte. "Mit solchem Dreck gebt ihr euch ab?" Brüllte er Morgan und Valka an und zeigte auf die Muggelschar, die jetzt direkt neben ihnen stand.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Morgan » 9. Sep 2018, 21:50

Valka zuckte zusammen und Morgan schloss die Augen, als könne sie der Situation so entfliehen. Rhykker tat einen Schritt vor seine Eltern und griff in seine Tasche, wo sich sein Zauberstab befand. Norwins Augen wechselten wutentbrannt zwischen den Kindern und ihren Eltern. Sein Gesicht war dunkelrot geworden und seine Halsschlagader trat pulsierend hervor. Jojo sah Valkas Vater entsetzt an. Jojos Mutter trat vor ihn „Bitte Herr Verdandi! Machen Sie nicht so eine Szene. Denken Sie nicht Ihr Ruf ist geschädigt genug?“ Schnaubend blickte er zu Hannah Reid, die jetzt den Blickkontakt zu den Muggeln versperrte. „Das wäre er nicht wenn Kreaturen wie die“ er zeigte auf die Wuchses, „nicht andauernd versuchen würden höher zu stehen als sie es tun.“ „Ist das ein Geständnis Herr Verdandi?“ fragte Hannah Reid laut. Norwin verstummte erschrocken und ließ die Hand sinken. „Die Anklage wurde fallen gelassen“ presste er aus zusammengedrückten Lippen hervor. Adalbert legte seinen Bruder die Hand auf die Schulter und zog ihn fordernd zurück. Er sah ihn an und nickte. Valkas Mutter, Ronja, trat hervor „Ich möchte mich für meinen Mann entschuldigen. Es ist eine schwere Zeit momentan, nicht wahr? „Hannah sah sie ungläubig an. „Das kommt wohl darauf an.“ Antwortete sie mit einem verheißungsvollen Blick. Ronja sah zu Boden. „Ich mag ihre Rezepte wirklich gern Frau Reid“ setzte sie an wurde aber sofort von Visteria unterbrochen. „Ja und mit ihrem neuen Kürbis Suppenrezept lässt sich jedes Gift perfekt übertünchen.“ Hannah sah sie schockiert an „Was?! Was sind das für Freunde, die du da hast Joanna? Ich dachte ich hätte dich besser erzogen! Faschisten, vermeintliche Gewalttäter und Giftmischer?! Ich will nicht, dass du auch nur eine Sekunde länger mit solchen Asozialen zu tun hast!“ „Wen nennst Du hier asozial, Blutsverräter?“ Diesmal war es Morgans Mutter Siv, die sich einschaltete. „Hör auf diesen Schlammblütern in den Arsch zu kriechen, Ronja. Als seien sie nur eine Sekunde unserer Zeit würdig.“ „Mama“… setzte Morgan an, verstummte aber sofort wieder. Alle vier Kinder sahen sich ängstlich und tief traurig an. „Ich habe zwar keine Ahnung was hier gerade vor sich geht, aber ich erkenne ein Arschloch, wenn ich eins sehe.“ Sagte nun Rhykkers Vater „Wir können hier gerne mal um die Ecke gehen und das wie Männer klären!“ Adalbert lachte laut auf und drehte sich zu seiner Familie. „Kommt bevor ich es mir noch überlege und auch Geld an die Richter verliere.“ Er blitze seinen Bruder hämisch an der immer noch in voller Rage auf der Stelle stand und die Muggel taxierte. Ronja sah ihn hasserfüllt an und wandte sich ebenfalls zum gehen ab. „Ein Wort dazu an die Presse und du hast die Längste Zeit erbärmliche Rezepte geschrieben.“ Sagte Siv und folgte ihrem Mann. „Nicht mehr Lange und diese Worte werden euch leid tun! Millicent Bagnold ist nun Zaubereiminister und sie wird ihr Versprechen wahr machen und euch alle hinter Gitter bringen.“ Siv wandte sich zurück zu Hannah „Für was?“ Fragte sie boshaft lächelnd und ging. Die Kinder standen wie angewurzelt da. Jojo sah den Verdandis vor Wut kochend nach und Rhykker sah Valka mit den traurigsten Augen an. Er schniefte und ließ sich von seinen Eltern ohne Worte des Abschieds wegführen. Brandon trat zu seiner Frau und nahm sie in den Arm. „Komm Schatz, Sie sind nicht mehr zu retten.“ Hannah sah ihn traurig an. „Warum sind Menschen so? Ich verstehe es nicht.“ „Manche Menschen fühlen sich besser als Andere. Das war schon immer so. Mein Vater musste das erleben und es geschieht immer wieder. Lass es dich niemals von deinen Glauben an Gleichheit abbringen oder das Leid einfach übersehen. Das macht dich so schuldig wie die Täter selbst. Ich bin stolz auf dich.“ Er küsste seine Frau auf die Stirn und beide schlugen die entgegengesetzte Richtung ein. Die Eltern von Rhykker folgten ihren Sohn stumm. Jetzt standen sich nur noch die drei Slytherins und Jojo gegenüber. Sie sahen sich schweigend an. Sogar Visteria sah unbeholfen in die Runde. Jede wartete auf die Worte der anderen. Doch nichts geschah. Schließlich wandte sich Morgan ab und folgte ihrer Mutter. Valka sah ihr kurz nach und dann wieder zu Jojo. Sie wusste einfach nicht, was sie der Freundin sagen sollte um diese paar Minuten irgendwie ungeschehen zu machen. Ihr Vater rief sie drohend und sie drehte sich um und ging. Nach ein paar Schritten drehte sie sich um und flüsterte gerade so laut, dass die immer noch auf demselben Fleck stehende Jojo es hören konnte. „Wir schreiben uns ja? Gleich noch heute?“ Jojo schluckte und nickte steif.

Im Stammhaus der Verdandis:
„Sie sind Abschaum! Dreck! Sie sind der Grund weshalb es mit dieser Welt so bergab geht! Und ihr wisst das Und trotzdem seid ihr ihre Freunde geworden. Ich weiß gar nicht mit welchen Worten ich meine Enttäuschung noch ausdrücken könnte.“ „Aber die Beiden sind nicht wie die Halbblüter von denen Du erzählt hast Vater! Rhykker ist sogar teilweise besser in der Schule als ich.“ „Ein weiterer Grund enttäuscht zu sein!“ schrie sie Norwin an. Valka begann zu weinen. Morgan sah Valka machtlos an. Ronja, Valkas Mutter, versuchte ihren Mann zu beruhigen. „Norwin, bitte Schatz, es reicht langsam. Die Kinder sind noch so jung. Sie werden es lernen.“ Norwin schüttelte den Kopf sagte aber nichts mehr. „Vor allem mit den Entwicklungen die jetzt passieren.“ Schaltete sich Adalbert, eine Zigarette im Mund, ein. „Die Zeichen auf eine Renaissance der Zaubererwelt war nie deutlicher. Du weißt ich bin kein Freund dieses dunklen Lords, aber er macht es möglich endlich wieder die Reinheit des Blutes zu gewährleisten und vor allem die voranschreitende Verwässerung zu stoppen. Sie sind jetzt noch jung aber sie werden es selbst erleben. Ein Reinblut ist allen Anderen immer überlegen.“ Adalbert pafft an seiner Zigarette. „Du solltest wirklich dein Temperament zügeln, lieber Bruder. Keine der Beiden Parteien sollte auf uns aufmerksam werden. Bisher mussten wir uns zu nichts entscheiden. Aber was wirst du machen wenn Du-weißt-schon-Wer vor deiner Haustür steht?“ „Ich würde mich ihn anschießen“ sagte Siv trocken „Er benutzt die falschen Mittel aber wenigstens tut er etwas.“ „Aber, aber Schatz!“ schelte er seine Frau. „Wir stehen über solchen Anarchisten. Seine Gewalt ist falsch. Wir haben doch schon oft genug darüber gesprochen.“ „Die Frage war ja was man tut wenn er vor einem steht, Adalbert. Bist du dir sicher du würdest es auf einen Kampf ankommen lassen?“ „Adalbert zog tief an seiner Zigarette und verzog die Stirn in Falten.“ „Dass Du dieser Person noch gesagt hast, dass du ihre Rezepte magst, Ronja.“ Zischte sie Siv an aber sie ignorierte ihren zänkischen Kommentar. Visteria hatte sich währenddessen über Sivs Zutatenschränkchen hergemacht und sortierte scheinbar willkürliche Flächen und kleine Gläschen heraus. Morgen war die ganze Zeit still geblieben. Sie dachte darüber nach was in der Winkelgasse geschehen war und ob sie mit Ryhkkers Eltern Mitleid haben sollte oder nicht. Ronja nahm ihre leise schluchzende Tochter in den Arm und flüsterte ihr etwas ins Ohr. „Darf ich raus gehen?“fragte Morgan. „Ja, wir sind Erstmal fertig hier“ sagte ihr Vater ruhig. Morgan packte ihre Tasche und wollte das Zimmer verlassen da rief Visteria „Oh, Du gehst Steine sammeln? Ich komm mit!“ Morgen protestierte nicht auch wenn sie lieber alleine gewesen wäre und die beiden liefen Richtung Salcey Forest, der kurz hinter dem Anwesen begann.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Psyche » 10. Sep 2018, 17:24

Morgan seuftzte. Visteria hatte es einmal mehr nicht geschafft den Raum zu lesen. Genauso wie sie bei der hitzigen Diskussion im Hause Verdandi unbehelligt begonnen hatte Fläschchen zu sortieren, lief sie nun, vermeintlich ohne eine Sorge im Leben, neben Morgan her und sammelte immer wieder Pilze, Pflanzen und Steine ein und lies sie in ihre Umhängetache fallen. Das wäre ja noch nicht einmal das schlimmste gewesen, hätte Morgan nicht alle 5 Sekunden stehen bleiben müssen um auf Visteria zu warten, die wieder einmal irgendetwas entdeckt hatte, was natürlich auf jedenfall eingesammelt werden musste. So konnte sie nicht das tun, weswegen sie eigentlich in den Wald hatte gehen wollen: Zum Steine sammeln und Nachdenken. Alles was sie gewollt hatte waren ein paar Minuten Ruhe, um ihre Gedanken über das vorhin Geschehene zu sortieren und sich eine entsprechende Meinung dazu zu bilden. Wie sollte sie weiter vorgehen? Ihre Eltern ignorieren und sich doch heimlich mit Jojo und Rhykker treffen? Würde das überhaupt funktionieren? Das Schloss war voller Slytherins, deren Eltern die Verdandis kannten. Es würde sicher keine Woche dauern, dann wüssten ihre und Valkas Eltern davon und was dann passieren würde wollte Morgan sich nicht ausmalen. Aber sollte sie ihren Eltern gehorchen, so könnte sie nie wieder mit den beiden reden. Was sollte sie nur tun? Genau diese Frage versuchte sie mit sich selbst zu klären, wäre da nicht ihr nerviges Anhängsel gewesen. Sie blickte zu Visteria, die jetzt ein paar Meter entfernt Rinde von einem Baum kratzte. Dies schien sich als anstrengender herauszustellen, als Visteria wohl vermutet hatte, denn es wollte ihr, ohne das richtige Werkzeug, nicht so richtig gelingen. Morgan wurde ungeduldig. "Hast dus jetzt langsam?!", fragte sie ungeduldig. Visteria unterbrach ihre Arbeit und drehte sich zu Morgan um. "Ist etwas?", fragte sie nur. Die Frage an sich störte Morgan nicht, viel mehr die Tatsache, dass es sich um eine aufrichtig gemeinte Frage zu handeln schien. Hatte Visteria die letzten 5 Stunden geschlafen?! "Ob ich was habe?! OB ICH WAS HABE?!", schrie sie jetzt schon fast in Visterias Richtung. Diese sah sie nur unbeirrt und mit unveränderter Miene an und nickte. Jetzt reichte es Morgan. All der Frust und die Wut, die sie den ganzen Tag über in sich getragen hatte brannte in ihr wie Feuer, dass sie nicht mehr zurückhalten konnte. Und auch wenn sie wusste, das nicht Visteria diejenige war, auf die sie sauer war, so konnte sie einfach nicht anders. "Sag mal gehts dir eigentlich noch gut? Hast du mitbekommen was da vorhin abgegangen ist? Wie unsere Eltern und Jojos und Rhykkers Eltern sich angebrüllt haben? Weisst du eigentlich was das bedeutet?! Wir können uns nie wieder mit ihnen treffen.NIE WIEDER! Aber dich interessiert das ja nicht. Dann hast du eben zwei Versuchskaninchen weniger oder? Valka und ich reichen ja auch stimmts?", schrie sie. Sie wartete auf eine Reaktion von Visteria, während sie noch laut schnaubend vor ihr stand. Doch diese sah sie einfach nur an, ihr milchig weisses Auge glitzerte. Dann schließlich begann sie zu sprechen. "ich verstehe, dass dich das aufregt und besorgt und auch wenn ich nicht ganz verstehe, was euch an den beiden Gryffindors liegt, so weiss ich inzwischen doch, wie es ist, wenn man Freunde hat die man nicht verlieren will. Sieh es mal so: Wenigstens habt ihr Freunde und eine Familie die sich kümmert. Meine Eltern haben nicht mal gemerkt, dass ich zuhause bin.", meinte sie nur. Morgan schluckte. Sie hasste Visterias nüchterne Art manchmal. Wie konnte sie nur so reagieren? Offensichtlich hatte sie gar nichts verstanden. "Ja, sind wir das, deine "Freunde"? Fühlt sich viel zu oft nicht so an", keifte sie wütend. Visteria blinzelte kurz verwirrt, schwieg jedoch nur. Morgan stiegen vor Wut die Tränen in die Augen. "Ah, du kannst mich mal!", schnaubte sie verächtlich und rannte tiefer in den Wald. Visteria stand nur da, immer noch mit einem Stück Rinde in der Hand und sah ihr hinterher.

Grübelnd ging Visteria zurück Richtung Anwesen der Verdandis. Sie war mehr als verwirrt, aber auch besorgt. Sie verstand nicht so richtig, was Morgans Problem war. Aber dann war selbst ihr klar, dass sie die Situation von Morgan und Valka wohl nie ganz verstehen konnte. Ihren Eltern war nicht mal aufgefallen, dass sie seit einer Woche bei den Verdandis war. Ihre Eltern waren beide Fanatiker und sehr darauf bedacht ihren aussterbenden Namen zu erhalten. Ihre Mutter hatte das nach und nach in den Wahnsinn getrieben. Überall sah sie Muggel und Blutsverräter, die hinter ihr und ihrer Familie her waren. Sie hatte seit 2 Jahren ihr Zimmer nicht mehr verlassen. Ihr Vater war fast nie zu Hause, so war er ein wichtiges Mitglied des Zaubergamots. Doch das war es nciht, zumindest nicht allein, was dazu führte, dass er so wenig Zeit hatte. Er selbst war ein aufstrebender Todesser, der scheinbar nicht sehnlicher wünschte, als zum inneren Kreis Voldemords zu gehören und ihrer Familie somit erneut groß zu machen. Da er aber ein unsicherer Mann war, der außer seinem reinen Zaubererblut auch eigentlich nicht viel zu bieten hatte, war ihm das bis jetzt nicht gelungen. Ihre beiden großen Schwestern Marcella und Lucinia verehrten ihren Vater und waren inzwischen beide nicht nur aufstrebende Misteriumsmitarbeiter, sondern ebenfalls Todesser. Visteria selbst fiel aus dieser Familie heraus wie ein bunter Hund, das wusste sie selber und so hatte sie schon früh begonnen, sich von ihrer Familie abzuwenden und ihr eigenes Ding zu machen. Nicht dass ihr dies etwas ausmachte, sie mochte ihre Familie nicht, und sobald sie diese nicht mehr brauchte, würde sie alle in Schafe verwandeln. Oder irgendetwas kreativeres, sie wusste noch nicht genau was. Sie seuftzte. Aber Valka und Morgan würde sie nur ungerne verlieren. Und auch Jojo und Rhykker waren in Ordnung. Sie standen inzwischen sogar auf ihrer "Freunde" Seite in ihrem Notizbuch, wenn auch unter Vorbehalt. Das würde sie aber natürlich niemals zugeben. In Gedanken versunken wäre sie beinahe gegen die Tür des Anwesens gelaufen. Sie überlegte kurz und trat dann schließlich ein. In der Küche saßen immer noch dieVerdandis und unterhielten sich angeregt. Valka saß auf dem Schoß ihrer Mutter. Als Visteria eintrat wandten sich alle Gesichter zu ihr und eine erwartungsvolle Stille trat ein.Auch die Verdandis wussten nicht so wirklich was sie von Visteria halten sollten. Alles was sie wussten war, dass sie ebenfalls auf einer alten Reinblüterfamilie stammte, denn ihren Nachnamen kannten sie. Visteria setzte sich unberührt auf einen Stuhl und starrte zurück. Schließlich brach Siv das Schweigen. "Wo ist Morgan?", fragte sie nur. Visteria zuckte mit den Schultern. "Steine sammeln", meinte sie schlicht. Die Verdandis tauschten vielsagende Blicke aus. "Es wird langsam dunkel", meinte Adalbert. "Ich hoffe sie kommt bald zurück". Ronja sah zu Valka herunter und meinte mit ruhiger Stimme "Du wisst doch immer wo Morgan sich rumtreibt, glaubst du du kannst sie finden?". Valka nickte nur etwas geknickt, stand auf und ging aus der Küche. Visteria folgte ihr, blieb aber an der Tür, die zum Wald führteund durch die sie bereits mit Morgan getreten war, stehen. "Kommst du nicht mit?", fragte Valka Visteria. Diese schüttelte nur den Kopf und sagte nichts mehr. Valka blickte sie verwirrt an, eigentlich ließ sich Visteria einen Waldspaziergang nur selten durch die Finger gehen, beschloss aber nicht weiter nachzufragen. Es war für sie alle ein langer Tag gewesen. Außerdem wurde es bereits dunkel und sie musste sich beeilen wenn sie Morgan noch bei Tageslicht finden wollte. Mal abgesehen davon, dass sie unbedingt noch heute einen Brief an Jojo schreiben wollte um ihr das Geschehene zu erklären. Also wandte sie sich von Visteria ab und lief in den angrenzenden Wald. Visteria setzte sich nur vor dem Haus ins Gras, leerte ihre Tasche aus und begutachtete ihre Funde. Immer wieder huschte ihr Blick allerdings besorgt dorthin, wo sie Valka im Wald hatte verschwinden sehen.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Jojo » 10. Sep 2018, 22:19

„Jojo! Rhykker! Jetzt kommt endlich!“ Hannah Reids Stimme schallte über die Köpfe der anderen Menschen hinweg, als die beiden sich ein wenig zurück fallen ließen. Rhykker wollte seine Schritte beschleunigen, doch Jojo hielt ihm am Arm fest und hielt ihn zurück.
„Warte.“, murmelte sie und er verlangsamte seine Schritte wieder. Kurz warfen die beiden einen Blick zu ihren Eltern, die nun vor Gringotts standen und sich suchend nach ihnen umsahen, dann fuhr Jojo leise fort: „Was Valkas und Morgans Eltern da gesagt haben…das war furchtbar.“
„Ja, das war es.“, bestätigte Rhykker. Ihm steckte immer noch ein Kloß im Hals, als er an die Worte der Verdandis dachte, „Aber Jo, Valka und Morgan…sie haben uns gegenüber sich nie so geäußert. Ich meinte, ja, sie hatten immer schon diese…diese…“
„Diese Slytherin Überheblichkeit?“
„Ein bisschen davon, ja.“ Unwillkürlich huschte ein trauriges Lächeln über Rhykkers Gesicht, bevor er fort fuhr: „Aber ich hatte nie das Gefühl, dass sie uns weniger mögen, nur weil wir Muggeleltern haben.“
„Ja…ich auch nicht…“, erwiderte Jojo leise. Doch bevor sie weiter sprechen konnte, donnerte die Stimme ihrer Mutter: „JOANNA REID! KOMM SOFORT HER!“

Die restlichen Einkäufe wurden im Eiltempo erledigt und Rhykker und Jojo blieb kaum Zeit, miteinander zu reden. Sogar der Abschied verlief äußerst hektisch. Jojo konnte Rhykker gerade noch ein „Ich schreibe dir nachher!“ zurufen, bevor ihre Mutter sie hinaus aus den Tropfenden Kessel schob und in Richtung des Autos bugsierte.
Auf der Rückfahrt herrschte eine schwere Stille im Auto. Jojo saß auf der Rückbank, starrte stumpf aus dem Fenster, an das nun Regentropfen trommelten und versuchte, dieses Ziehen in ihrem Magen zu unterdrücken. Doch das Treffen mit den Verdandis hing wie eine dunkle Wolke über ihr. Sie konnte noch gar nicht so richtig begreifen, was eigentlich genau passiert war.
Es waren nur noch gute zehn Minuten bis nach Hause, als Hannah Reid schließlich mit einem Räuspern die Stille durchbrach.
„Liebling, was da in der Winkelgasse passiert ist…“ Sie brach ab und warf ihrem Mann am Steuer einen Seitenblick zu. Der jedoch sah stur geradeaus, doch Jojo bemerkte, wie er ihr im Rückspiegel einen kurzen Blick zuwarf. Als er jedoch nicht den Anschein machte, sich in das Gespräch einzuklinken, fuhr Hannah fort: „Ich hatte nie ein Problem damit, als du mir gesagt hast, du hast Freunde in Slytherin. Du weißt, dass ich keine Vorurteile habe. Aber dass du dir…dass du dir ausgerechnet die Schlimmsten von ihnen ausgesucht hast…“
„Valka und Morgan sind nicht die Schlimmsten.“, erwiderte Jojo tonlos, „Sie haben Rhy und mir oft geholfen und wir ihnen ebenso. Und sie haben uns gegenüber nie so geredet wie ihre Eltern. Ich wusste nicht mal, dass sie diese Einstellung gegenüber Muggeln haben.“
Wieder war es einen Moment still im Auto. Hannah schien nach Worten zu ringen.
„Aber diese dritte…dieses…seltsame Mädchen…und sie ist Schuld an Rhykkers Bart?“
„Er mag seinen Bart.“
„Aber so wie sie gesprochen hat. Sie scheint ja tief in dunkle Magie verstrickt zu sein.“
„Bullshit.“, stieß Jojo verärgert hervor.
„Jojo, Ausdruck!“, mahnte ihr Vater, doch sie achtete nicht auf ihn. Ihre Stimme wurde nun lauter vor Zorn.
„Visteria ist etwas seltsam, ja. Und sie experimentiert gerne und ja, man sollte ihr vielleicht nicht blöd kommen, wenn man keinen geschrumpften Kopf haben will. Aber wenn mir jeder in der Schule aus den Weg geht und mich beschimpft, dann wäre ich mit Sicherheit auch komisch. Sie ist unsere Freundin, genau wie Morgan und Valka und es ist mir egal, was du sagst, ich werde nicht…“
„Schluss jetzt!“ Auch Hannahs Stimme wurde lauter und ihre Wangen bekamen rote Flecken vor Zorn, „Du wirst nicht mit diesen Mädchen befreundet bleiben. Ich werde Professor McGonagall schreiben und sie bitten, dass sie ein Auge darauf zu haben, mit wem du dich herum treibst.“
„WAS?!“, schrie Jojo auf, „Das kannst du nicht…“
„Nein, das tust du nicht, Hannah.“ Die ruhige Stimme ihres Dads unterbrach die Streitereien und überrascht blickten die beiden ihn an. Er hatte gerade das Auto vor dem Haus geparkt, schaltete nun den Motor ab und wandte sich seiner Frau zu, „Ich kriege mit, was momentan in eurer Welt vor sich geht und es gefällt mir nicht. Genauso wenig wie dir. Ich will meine Tochter auch in Sicherheit wissen. Aber du musstest dir die Mädchen nur ansehen…sie waren genauso geschockt wie wir. Ihnen tat weh, wie ihre Eltern über ihre Freunde geredet haben. Es sind Kinder, Hannah. Wenn wir anfangen, die Kinder, die sich zusammen tun, wieder zu trennen, dann wird es nie Frieden in der Zaubererwelt geben.“
Er drehte sich zum Rücksitz, um zu Jojo zu sehen, inzwischen Tränen über die Wangen liefen.
„Ich vertraue darauf, dass unsere Tochter die richtigen Entscheidungen trifft. Auch, was ihre Freunde betrifft.“
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Mallmon » 11. Sep 2018, 23:01

Haus der Wuchs:
Rhykker saß mit seinen Eltern und seinen zwei jüngeren Geschwistern am Tisch und alle aßen still ihr Abendbrot. Seit der Diskussion in der Winkelgasse hatten seine Eltern nur noch das nötigste gesagt. Rhykker beobachtete seine Geschwister Rick und Amanda, wie diese hungrig ihre Teller leerten. Er selbst hatte keinen Hunger und stocherte nur etwas auf seinem Teller rum. Schließlich brach Ronald, Rhykkers Vater, die Stille und wedelte mit seiner Gabel in der Luft herum. "Wie können die es wagen, uns einfach so zu verurteilen. Und machen sich nicht mal die Mühe uns kennen zu lernen. Kein Wunder, dass dieser dunkle König so viel schrecken verbreiten kann, wenn solche Menschen in der Zaubererwelt Einfluss haben." "Dunkler Lord, Dad" "Oh, ja stimmt. Danke Rhykker. Aber ich lasse mich von solchen Menschen nicht einschüchtern! Die sollen nur kommen, ich habe bisher jeden Zweikampf für mich entschieden" "Ron,", begann Susanne besorgt "Aber das sind keine normalen Menschen. Sie können dich mit Zaubersprüchen verletzen. Und es klang, als hätte einer von ihnen das auch schonmal gemacht. Was ist wenn sie den Kindern etwas antun?" Ihre Stimme zitterte. "Das werde ich nicht zulassen, ich kann auch zaubern und ich werde euch beschützen" Rhykker sprang auf und haute mit der Faust auf den Tisch. Sein Vater sah ihn an und konnte nur lächeln, Rhykker erinnerte ihn an sich in seiner Kindheit. "Außerdem werden Morgan und Valka das auch verhindern, schließlich sind wir Freunde, ganz egal was ihre Eltern sagen!" Susanne und Ronald sahen sich bedeutungsvoll an, sagten aber nichts mehr, um ihren Sohn nicht zu verunsichern. "Hey Rhy, ich hab jetzt auch einen Zauberstab. Bald bin ich bereit für meinen Brief nach Hogwarts." Unterbrach Amanda die Diskussion. Sie hielt einen schwarzen Stock mit weißer Spitze in die Höhe. Seit Rhykker in Hogwarts aufgenommen wurde, war sie besessen von allen Zauberdingen. Sie sammelte alle möglichen Muggelzauberer Sachen und lernte Kartentricks. "So sieht doch kein richtiger Zauberstab aus." warf Rhykker ihr entgegen. "Ach ja?! Wie denn dann?" Rhykker kramte in seiner Tasche herum und hielt dann seinen Zauberstab stolz in die Höhe "Kiefernholz, Drachenherzfaserkern, 12 1/2 Zoll und sehr biegsam." Amanda ließ ihren Stab sinken und ihre Augen wurden immer größer. Sie war der festen Überzeugung ab ihrem elften Geburtstag ebenfalls nach Hogwarts gehen zu können. Doch wenn Rhykker ihre und seine Kindheit verglich, konnte das nichts werden. Seit er sich erinnern kann, geschahen in seiner Umgebung seltsame und unerklärliche Dinge. Einmal hatte er aus versehen das Wasser in einer Blumenvase zum kochen gebracht. Und das nur weil er sich ärgerte, dass sein Spielzeug kaputt war. Die einzigen unerklärlichen Dinge in Amandas Leben waren komische Flecken auf ihren Klamotten und mysteriöse Schürfwunden an ihren Knien. Doch Rhykker brachte es nicht übers Herz ihr das zu sagen und so spielte er schön brav bei ihren Kartentricks mit und freute sich, wenn ihr mal einer gelang. Seine Eltern hatten ihr sogar einen Zauberkasten zu Weihnachten geschenkt, den sie seit dem immer bei sich trug. Rick war als jüngster Wuchs immer total begeistert von den Zaubertricks seiner Schwester und jubelte ihr unentwegt zu. "Zieh mal eine Karte" forderte sie ihn auf und verteilte, beim Versuch zu mischen, das halbe Kartendeck auf dem Tisch.

Salcey Forest, in der Nähe des Verdandi Anwesens:
Valka lief schon eine Weile durch den schon etwas dusteren Wald. Sie wusste wo Morgan war, denn sie hatte nur einen Platz an dem sie sich immer zurückzog wenn ihr die Familie zu viel wurde. Valka erreichte die kleine Lichtung mit der Flussgabelung ein paar Minuten später. Morgan saß auf einem großen Stein, direkt an der Stelle wo der Fluß sich spaltete. Sie schaute den Wasserwirbeln bei ihrem Tanz zu und spielte dabei mit ein paar Kieseln in ihrer Hand. Valka lief durch ein Stück Wasser und setzte sich auf einen etwas tieferen Stein direkt neben Morgan. Ihre Füße wurden dabei klatschnass, aber das störte sie nicht. Sie zog ihre Stiefel aus und hängte ihre Füße ins Wasser. Morgan schaute zu Valka hinunter. "Es ist unfair, dass sie uns einfach unsere Freundschaften verbieten wollen, Val. Ich besudel doch nicht gleich die Familienehre, wenn ich mit einem Muggelgeborenen rede." "Vielleicht haben sie Angst, dass wir gefallen daran finden und eines Tages keinen Reinblüter heiraten", scherzte Valka. Doch das schien die Stimmung nicht aufzulockern. "Also ich lass mir das auf jeden Fall nicht verbieten, sie können nicht kontrollieren mit wem wir uns in Hogwarts treffen" "Aber was ist wenn sie es mitbekommen? Viele Zaubererfamilien kennen die Verdandis und da bleibt sowas bestimmt nicht geheim. Dann werden sie uns bestimmt von der Schule nehmen." Valka starrte Morgan entsetzt an. Stimmt, daran hatte sie nicht gedacht. Ihre Eltern HATTEN die Mittel ihnen eine Freundschaft zu verbieten. Trotzdem gab sie ihre Hoffnung immer noch nicht auf. "Und wenn wir uns heimlich treffen und uns Nachrichten schreiben. So einen richtigen Geheimclub und vielleicht werden unsere Eltern irgendwann einsichtiger." "Hmm, das könnte tatsächlich funktionieren, aber wir müssen vorsichtig sein." Morgan und Valka gingen langsam wieder durch den Wald zurück. "Gibt es nicht einen Gedankenlestrank oder sowas in der Art? Dann würden die Leute ja auch nicht sehen, dass wir miteinander reden." Morgan lachte, ihre Laune schien sich etwas aufzubessern."Ich glaube nicht, aber wenn dann weiß Visteria bestimmt etwas darüber"
Im Haus der Verdandis angekommen machten Morgan und Visteria gleich daran Pläne zu schmieden. Valka eilte in ihr Zimmer um Jojo einen Brief zu schreiben, in dem sie ihr den Plan erklärte.

Hey Jo,
was in der Winkelgasse passiert ist tut mir leid. Ich hätte wissen müssen, dass das passiert, aber ich hab nicht dran gedacht. Morgan und ich sind ganz und gar nicht der selben Meinung. Wir lassen uns unsere Freundschaften nicht verbieten. Doch haben wir Angst, dass unsere Eltern uns von der Schule nehmen, sollten sie rausfinden, dass wir weiter mit euch befreundet sind. Morgan und ich haben aber einen Plan: Wir grünen einen Geheimclub und treffen uns heimlich und schreiben uns Nachrichten. Zumindest so lange, bis sich unsere Eltern wieder beruhigt haben. Morgan und Visteria sind gerade dabei einen Gedankenlestrank zu kreieren. Sollte sowas wirklich existieren, werden wir das finden!
Bis hoffentlich bald in Hogwarts,
Valka
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Morgan » 20. Sep 2018, 15:40

Etwas später hatten sich die drei Mädchen im höchsten Zimmer des Anwesens, aus Sesseln und Kissen und sämtlichen Decken, die sie aus allen fünf Gästezimmern zusammentragen konnten, eine Kissenburg gebaut. Visteria hatte mehrere große und kleine Gläschen aus ihrer Tasche gekramt und im Raum verteilt und sie daraufhin mit einer durchsichtigen Substanz gefüllt. Nachdem sie das Licht gelöscht hatten tippte Visteria leicht an eines der Gläser und alle Gläser begannen gleichzeitig in einem warmen weißen Licht zu erleuchten. „Wow“ staunte Valka. „Wenn Rhykker das jetzt sehen könnte.“ Valka blickte traurig zu Boden. Morgen drehte sich auf den Rücken und blickte auf das Dach aus Decken. „Wenn wir keinen Gedankenlesetrank brauen können, müssen wir uns etwas Anderes überlegen.“ „Ich bin mir so sicher, dass eine der Letzen Absolventen der Zaubertrankbrauer Meisterprüfungen einen Gedankenlesetrank gebraut hat.“ Sagte Visteria „Wieso hat eure Familie auch keine Bücher über verbotene Tränke?“ Valka zuckte mit den Schultern. „Und wie ist es“, setzte Morgan an, „wenn wir uns erst mal Nachts treffen? Dann wird uns Niemand sehen der bei unseren Eltern petzen könnte und tagsüber versuchen wir ein Rezept zu finden.“ „Nachts.“ Verbesserte Visteria. „Wie nachts?“ Morgan blinzelte verwirrt. „Oh man Morgan. Wie willst du tagsüber den in die verbotene Abteilung.“ Stöhnte Valka. „Ach, ja.“ sagte Morgan knapp. „Außerdem wird die kleine Gryffindor doch sicher nicht so oft die Regeln brechen wollen, oder?“ fragte Visteria. „Sie müsste ja nicht immer mit. Nur bis wir den Trank haben.“ überlegte Morgan. Alle drei sahen sich schweigend an. „Also ich denke, “ brach Morgen nach einiger Zeit die Stille „dass das erst mal das Beste ist was uns einfällt. Ich schreibe Rhy und Jojo gleich morgen früh bevor deine Mutter noch auf die Idee kommt unsere Briefe zu öffnen.“ Morgan nickte.

Am nächsten Morgen saß die ganze Familie zusammen am Frühstückstisch. „Adalbert! Hast du gelesen dass dein Chef, Bartemius Crouch sr., versucht die Nutzung der unverzeihliche Flüche für die Auroren zu legalisieren?“ sagte Norwin, Valkas Vater, als er von seiner Zeitung hochsah. „Gelesen nicht, aber gesagt hat er es mir.“ Adalbert nahm ein Schluck aus seiner Tasse auf der ein Zauberer mit seinem hüpfenden Topf abgebildet war. Währenddessen kramte Visteria laut in ihrer Tasche. „Ziemlich heuchlerisch, finde ich.“ sagte Morgans Mutter Siv und sah zu ihren Mann. „Und dann suspendieren sie Corban Yaxley wegen Nichtigkeiten.“ Adalbert tätschelte seine Frau auf den Kopf. „Wir könnten Yaxley und seine zauberhafte Frau Lysandra mal wieder zum Essen einladen.“ Schmunzelte er und machte sich über seinen Toast her. Norwin sah genervt zu Visteria die immer noch in ihrer Tasche herumwühlte und das Esszimmer mit einem Klirren und Rascheln beschallte. „Wünschen Sie noch etwas?“ fragte ein Hauself in einem kleinen grauen Anzug. „Was? Nein.“ Antwortete Visteria und zog kurz darauf triumphierend eine kleine Schachtel aus ihrer Tasche. Sie träufelte etwas von dem Pulver in ihren Saft und beäugte diesen genau. Da nichts geschah lächelte sie Adalbert an und nahm einen großen Schluck. „Ok?“ sagte er verwirrt und sah zu Morgan, die allerdings zu beschäftigt war ihr Essen voneinander zu trennen und auf dem Teller hin und her zu schieben. „Sag mal Onkel Adalbert, haben wir keine Bücher über Zaubertränke der schwarzen Magie?“ Norwin und Adalbert sahen sich an. „Was wollt ihr damit“ fragte Ronja, Valkas Mutter. „Wir…wollen nur auf alles vorbereitet sein.“ Stürzte Morgan ins Gespräch als sie sah das Visteria zum sprechen ansetzten wollte. „So mit der Ausgangssperre und den ganzen Übergriffen.“ „Ja aber Süße, das betrifft uns doch nicht.“ Sagte Siv und alle aßen stumm weiter.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Psyche » 22. Sep 2018, 12:35

Eine Woche später, Gleis 9 3/4:

"Hast du auch an alles gedacht?", fragte Ronja ihre Tochter mit sorgenvollem Blick. "Muuuuuum, ist ja gut, ich hab alles. Ich muss jetzt los, sonst kriegen wir kein eigenes Abteil!", jammerte Valka. Valka hatte darauf bestanden ihren Koffer dieses Mal selber zu packen, doch Ronja kannte ihre Tochter nur zu gut. Aus diesem Grund hatte sie sich, nachdem die Mädchen eingeschlafen waren, in ihr Zimmer geschlichen und nachgesehen, ob Valka an alles gedacht hatte. Hatte sie natürlich nicht. Sie hatte mehrere Bücher vergessen, das Eulenfutter für Schuhui, sie hatte keine Socken eingepackt und ihre Schreibfeder vergessen. Dafür hatte Valka einen gigantischen Haufen Schokofrösche eingepackt, warum auch immer. Ronja musste also mitten in der Nacht den Koffer ihrer Tochter umpacken, was sich in der Dunkelheit schwieriger gestaltet hatte als angenommen. Bis jetzt war sie sich nicht ganz sicher ob sie an alles gedacht hatte. Sie hatte sich beeilen müssen, da sie das seltsame Gefühl gehabt hatte von diesem neuen Mädchen, dieser Visteria, im Dunkeln beobachtet worden zu sein. Bei der Erinnerung an dieses paranoide Gefühl bekam sie erneut Gänsehaut. Ihr Blick huschte zu Visteria, die ihren Blick erwiederte und sie breit angrinste. Ihre Augen teilten ihr Grinsen allerdings nicht. Es schüttelte sie erneut. Eine Hand legte sich auf Ronjas Schulter. Sie zuckte kurz zusammen, beruhigte sich allerdings als sie erkannte, dass es die Hand ihres Mannes, Norwin, war. "Mach dir nicht so viele Sorgen, Ronja. Valka ist ein großes Mädchen und wenn etwas fehlt, können wir es ja immer noch nachschicken.". Ronja lächelte und nickte. Bei Morgans Familie lief der Abschied weniger harmonisch ab. Siv und Adalbert hielten Morgan eine erneute Standpauke. "Du weisst was wir besprochen haben", meinte Siv streng zu Morgan. "Kein Kontakt zu diesen Schlammblütern. Haben wir uns verstanden?". Morgan stöhnte nur und rollte die Augen. "Zum hundersten Mal, JA, ich habs verstanden, verdammt nochmal!". "Sprich nicht so mit deiner Mutter! Das muss der Einfluss dieser Schlammblüter sein. Früher hättest du nicht so respektlos mit uns geredet.". Er beäugte sie streng. Dann beugte er sich zu Morgan herunter. Mit gedämpfter Stimme, damit ihn niemand anderen hören konnte, wandte er sich an sie. "Ich meine es ernst. Wenn ich mitbekomme, dass ihr Kontakt zu diesen Gryffindors habt dann wars das. Glaub nicht, dass ich dich nicht aus Hogwarts nehmen würde, junge Dame. Ich habe gehört Durmstrang soll eine gute Schule für Reinblüter Familien sein. Also teste mich nicht.". Mit diesem Worten richtete er sich wieder auf und klopfte Morgan auf die Schulter. "Jetzt aber schnell, sonst fährt der Zug ohne euch. Valka und Morgan, wenn auch etwas wiederwillig, umarmten ihre Eltern zum Abschied. Visteria, deren Eltern sich wie immer mit Desinteresse und Abwesenheit auszeichneten, stand gelangweilt daneben. Nachdem sich jeder mehrfach von jedem verabschiedet hatte und das ein oder andere Tränchen von Stofftachentüchern getrocknet worden war, verabschiedeten sich die drei noch ein letzten Mal und stiegen in den Zug ein. Die meisten Abteile waren bereits voll, also liefen die Mädchen weiter Richtung Zugende. Vor dem Abteil, dass im letzten Jahr traditionell zum Abteil der "glorreichen Fünf" erklärt wurde blieben sie kurz stehen. Valka und Morgan teilten vielsagende Blicke und seuftzen. Alle drei wussten, dass sie nicht zusammen gesehen werden durften, solange sie keine Lösung für ihr Problem gefunden hatten. Valka hatte dies Rhykker und Jojo in einem Brief mitgeteilt, den sie eines nachts heimlich verschickt hatte. Jojo und Rhykker würden also verstehen, warum die drei sie für die nächste Zeit erst einmal ignorieren mussten. Einfach war es trotzdem nicht an diesem Abteil vorbeizulaufen. "Kommt ihr?", meinte Visteria unbehelligt und war schon auf dem weg weiter Rrichtung Ende des Zuges. Valka und Morgan nickten und schweigend gingen sie weiter, bis sie ein Abteil gefunden hatten, in welchem sie ungestört reden und Pläne schmieden konnten.

Im Abteil der glorreichen Fünf:

"Glaubst du sie kommen noch", fragte Rhykker etwas geknickt. Jojo saß ihm mit verschränkten Armen gegenüber. "Rhykker, du hast doch ihren Brief gelesen, sie werden uns ignorieren, bis sie einen Weg gefunden haben unerkannt mit uns zu reden.". Rhykker seufte und sah aus dem Fenster des Zuges. Die schnell vorbeiziehenden Landschaften, die eigentlich etwas schönes hatten, machten ihn nur noch trauriger. "Warum sind die so? Also deren Eltern. Wir sind doch keine schlechten Menschen, nur weil wir nicht aus Zaubererfamilien kommen. Wir sind genauso Zauberer wie sie.". Jojo sah Rhykker mitleidsvoll an. Rhykker war sehr gutmütig, aber manchmal auch naiv. "Außerdem wollten Morgan und ich doch unseren Schokofroschwettbewerb machen." Traurig blickte er auf den Haufen Schokofrösche neben sich. Bis jetzt hatte er noch keinen davon angerührt.
Sie schüttelte den Kopf. "Reiss dich zusammen", dachte sie. Sie konnten ja nicht den Rest des Schuljahres Trubsaal blasen. "Hör zu Rhykker, wir müssen den dreien jetzt vertrauen. Die werden sicher eine Lösung finden! Und bis dahin", sie griff sich einen der Schokofrösche, "musst du halt mit mir Vorlieb nehmen". Mit diesen Worten stopfte sie sich den ganzen Frosch in den Mund und sagte mit schmatzender Stimme "Eins". Rhykker grinste. "Wie du willst, aber sei gewarnt. Du legst dich mit dem Meister an!", und auch er steckte sich einen Frosch in den Mund.

ein Monate später:

Morgan saß schlecht gelaunt in einem Sessel im Slytehrin-Gemeinschaftsraum. Heute war ein beschissener Tag gewesen. auf dem Flur waren sie und Valka an Jojo und Rhykker vorbeigegangen und hatten diese mal wieder komplett ignorieren müssen. Als ob das nicht schon schlimm genug gewesen war, hatten Rose und Isla, die mit den beiden auf dem Weg in die griße Halle gewesen waren, den beiden wüste Beschimpfungen hinterher gerufen und sich über Rhykkers Bart lustig gemacht. Valka und Morgan hatten nichts dagegen getan und auch wenn Jojo wusste, dass die beiden nicht anders konnten, hatte sie ihnen einen enttäuschten Blick zugeworfen und war wortlos weiter gegangen. Dieser Blick war Morgan den ganzen Tag nicht aus dem Kopf gegangen. Ihre Gedanken wurden durch Valka unterbrochen, die sich in einen Sessel neben sie plumpsen lies. Auch sie wirkte geknickt. "Hast du ihren Blick gesehen?", unterbrach Valka die Stille. Morgan nickte nur ohne Valka in die Augen zu sehen. Die beiden seuftzten laut. "Seit Wochen lesen wir jedes Buch, dass wir abgreifen können, ohne in die verbotene Abteilung zu gehen und haben NICHTS gefunden. Langsam glaube ich es geht einfach nicht. Vielleicht sollten wir einfach aufgeben", meinte Morgan frustriert. Valka nickte "Langsam geht der Unterricht richtig los und wenn ich nicht bald anfange meine Zeit in Hausaufgaben und lernen zu stecken, sondern in die Suche von irgendwelchen Zaubertränken oder Zaubern, dann werde ich nciht mehr mitkommen.". "Alles reine Zeitverschwendung", grummelte Morgan verärgert und schlug mit der Faust auf die Armlehne des Sessels". "Und wo ist Visteria eigentlich? Will sie uns eigentlich gar ncith helfen? Ich seh sie nie in der Bibiliothek mit uns. Sie muss immer weg oder kommt gar nicht erst. War ja klar, dass sie uns nciht hilft. Sie hat sich sowieso nie für Jojo und Rhykker interessiert.", fauchte Morgan. Valka sah Morgan traurig an. Auch sie war enttäuscht von Visteria. In just diesem Moment baute sich ein Schatten über Morgan auf. Wütend blickte Morgan auf, bereit jedem der sie jetzt ansprach eine Abfur zu erteilen. Erstaunt stellte sie fest, dass Kayan Rosier vor ihr stand. Aber irgendwas war anders an ihm. "Was willst du?", meinte Morgan ruppig. "ich habe dir schon gesagt, dass ich keine Lust auf ein date mit dir habe, also zisch ab". Für sie war die Sache damit erledigt, aber aus irgendeinem Grund bewegte sich Kayan kein Stück. Er wirkte auch nicht traurig, sondern im Gegenteil, er fing an breit zu Grinsen. "Ich genieße es immer wieder, wenn du Kayan eine Abfuhr erteilst", sagte dieser. Morgan und Valka blinzelten verwirrt. Wieso redete Kayan in der dritten Person von sich. "Wirst du jetzt komplett verrückt? Hat Visteria ir wieder irgendwas verabreicht?", fragte Valka. Kayan grinste noch breiter. "Ja Visteria hat mit etwas verabreicht. Deswegen liege ich jetzt auch schlafend und nackt unter meinem Bett, wo mich niemand finden kann.". Jetzt verstanden Morgan und Valka gar nichts mehr. Kayan schien das zu merken, viel mehr noch, er schien es zu genießen. Trumphierend holte er eine kleine Flasche aus der Tasche seines Umhangs. "Vielsafttrank", sagte er nur und wedelte mit der kleinen Flasche vor ihren Nasen rum. Valka sah genauso verdutzt aus wie vorher, aber Morgan dämmerte es. Slughorn hatte Vielsafttrank einmal im Unterricht erwähnt. Morgan setzte alle Puzzleteile in ihrem Kopf zusammen und sah zu Kayan auf. "Visteria?", fragte sie ungläubig. "Die einzig Wahre", meinte Kayan voller Stolz. Valka sah nur verwirrt von Kayan zu Morgan und zurück. Vielleicht war sie ja dijenige die verrückt wurde. Schließlich erbarmte sich Visteria und lies sich in den Sessel neben Morgan und Valka plumpsen. Sie beugte sich rüber zu den beiden und flüsterte "Ich habe die ganzen letzten Wochen versucht einen Weg in die verbotene Abteilung zu finden. Ich konnte mich nämlich erinner, dass Slughorn mal meinte es gäbe einen Trank, mit dem man sein Aussehen ändern könnte. Vielssafttrank. Das Buch in dem dieses Rezept steht, "Höchst potente Zaubertränke" steht allerdings in der verbotenen Abteilung. Also habe ich einen Plan geschmiedet wie ich da reinkomme. Ich will euch jetzt nciht mit Details aufhalten, aber Madame Pince liebt mich jetzt wie eine eigene Tochter. Wir sind beste Freunde". Visteria zwinkerte vielsagend. "Dann hatte ich das Buch, aber die Zutaten sind äußerst selten, also musste ich in den Zutatenschrank von Slughorn einbrechen. Das war weniger schwer, habe ich schon öfter gemacht, ich musste aber den richtigen Zeitpunkt abwarten. Slughorn veranstaltet einmal im Monat so ein Treffen mit seinen Lieblingsschüler. Das war Vorgestern. Und gestern", sie machte eine Spannungspause. "Gestern habe ich die Zutaten zusammengeworfen und heute", erneute Spannungspause, "Habe ich Kayan einen Schlaftrank gegeben, mir seine Haare genommen und den Vielsafttrank ausprobiert. Der Trank hält nur eine Stunde, es reicht aber um Isla und Rose mal eben das Herz zu brechen". Sie zwinkerte Valka zu. "Und vor allem reicht es um mit sich mit Jojo und Rhykker zu treffen. Alles was wir brauchen sind Gryffindor umhänge und Haare von irgendwelchen Gryffindors. Aber die können uns die beiden sicher problemlos beschaffen.". Nachdem Visteria geendet hatte wartete sie gespannt auf die Antwort der anderen Beiden. Die starrten sie nur ungläubig an. Dann mit einem Mal stürtzten beide aus ihren Sessel und umarmten Visteria, oder vielmehr Kayan, so heftig, dass beinahe der Sessel umgekippt wäre, auf dem sich Visteria befand. "Das ist genial", rief Valka laut. Visteria, die versuchte sich aus der Umarmung zu lösen lächelte. "Freut euch nciht zu früh. Der Trank hält nicht lange, ist schweirig zu brauen und ich kann nciht andauernd bei Slughorn klauen. Aber bis wir eine bessere Lösung gefunden haben können wir erstmal damit vorlieb nehmen.".
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Jojo » 24. Sep 2018, 19:22

Der Regen trommelte in stetigen Rhythmus gegen die Scheibe der Bibliothek, wo Jojo gerade träge den Kopf auf ihren Armen abgelegt hatte und aus dem Fenster starrte. Vor ihr lag der angefangene Aufsatz für Verwandlung und neben ihr saß Rhykker, der ebenso geistesabwesend wie sie seine Feder auseinander zupfte. Beiden war hundeelend zu Mute.
Es war ja nun nicht so, dass sie komplett einsam waren ohne Valka, Morgan und Visteria. Sie hatten immerhin noch andere Freunde und vor allem einander, aber trotzdem… Jojo stieß einen leisen Seufzer aus. Die Slytherins fehlten ihr mehr, als sie am Anfang gedacht hatte. Es war ein furchtbares Gefühl, auf den Gängen an ihnen vorbei zu gehen, als würden sie einander nicht kennen.
Am liebsten hätte sie einfach drauf gepfiffen und wäre hinunter in den Gemeinschaftsraum der Slytherins marschiert, hätte ihre Freundinnen unter den Arm gepackt und wäre mit ihnen irgendwo hin gegangen, wo niemand sie beobachtete, um endlich mal wieder mit ihnen reden zu können.
Das einzige Zeichen, was sie ab und zu fanden, waren kleine Zettel in ihren Taschen, die Morgan oder Valka hinein geschmuggelt hatten oder die Visteria ihnen überreicht hatte. Deren Eltern hatte zwar kein Kontaktverbot ausgesprochen – dazu hätten sie immerhin mit ihrer Tochter reden müssen – aber trotzdem hielt sich das Miteinander in Grenzen. Es war einfach nicht das Gleiche ohne Morgan und Valka.
Auf einem dieser geheimen Briefchen hatte Morgan auch erzählt, wie ihre Eltern gedroht hatten sie von der Schule zu nehmen, wenn sie erfahren sollten, dass sie weiter miteinander befreundet blieben. Unwillkürlich wanderten Jojos Gedanken zu ihren eigenen Eltern.
Ihre Mutter war nach wie vor nicht begeistert von der Wahl ihrer Freundinnen, doch jedesmal, wenn sie Anstalten machte, dazu etwas zu sagen, schnitt Jojos Vater ihr das Wort ab und wechselte kunstvoll das Thema. Er war es auch gewesen, der sie auf dem Bahngleis fest in den Arm genommen hatte, als Valka und Morgan mit gesenkten Köpfen und ohne ihr eines Blickes zu würdigen, an ihnen vorbei gegangen waren und Jojo prompt die Tränen in die Augen geschossen waren.
„Mach dir keine Sorgen, Süße“, hatte er leise gesagt und ihr einen Kuss auf den Haarschopf gegeben, „Ihr bekommt das schon wieder hin. Ich bin mir da ganz sicher.“
So viel Optimismus hätte Jojo auch inzwischen gerne…
Ein lang gezogener Stoßseufzer von Rhykker ließ sie nun den Kopf in seine Richtung wenden. Auch sein Aufsatz lag unvollständig vor ihm, übersäht mit einigen Tintenklecksen vom Herumspielen mit seiner Feder.
„Das ist doch bescheuert…“, murmelte er nun und Jojo lächelte schwach.
„Seit wann findest du Verwandlung bescheuert?“
„Ich meine nicht den Aufsatz. Sondern dieses ganze…ach, du weißt schon. Ich vermisse Valka und Morgan. Hogwarts macht weniger Spaß ohne die beiden.“
„Ich versuche mal, das nicht persönlich zu nehmen.“
Jojo setzte sich nun auf und rieb sich über den Nacken.
„Ach, du weißt, wie ich das meine“, erwiderte Rhykker verärgert und das musste schon was heißen. Er war nicht leicht aus der Ruhe zu bringen, „Wir versuchen seit Monaten einen Weg zu finden, wie wir uns wieder treffen können und es passiert einfach nichts. Es lässt sich keine Lösung finden.“
Tatsächlich waren auch die beiden Gryffindors nicht untätig gewesen. Gerade zu Beginn des Schuljahres hatten sie sich öfter herum geschlichen und auch nachts Teile des Schlosses erkundet, um einen eventuellen Ort für geheime Treffen finden zu können. Erst, als Rhykker einmal mit dem Fuß in einer Trickstufe stecken geblieben war und sie nur knapp einer Entdeckung entkommen konnten, hatten sie das nächtliche Herumtreiben stark eingeschränkt.
Ein Klimpern und Klirren ließ sie sich herumdrehen und dann fuhr sie zusammen, als Visteria wie aus dem Nichts hinter einem Bücherregal hervor kam, Jojo ihre Tasche auf den Schoß warf und sich selber auf den Platz neben sie fallen ließ.
„Ähm…hallo?“, sagte Rhykker irritiert, als Visteria erstmal nichts sagte, sondern ihren Blick mit einem leichten Lächeln über die restlichen Schüler gleiten ließ, die ebenfalls beim Klirren ihrer Tränketasche verärgert den Kopf gehoben hatten.
„Hallo.“, erwiderte sie nun, sprach aber vorerst nicht weiter. Mühsam hievte Jojo sich die Tränketasche vom Schoß und stellte sie vor sich auf dem Tisch ab.
„Himmel, was schleppst du denn schon wieder alles mit dir mit?“, ächzte sie. Endlich wandte Visteria den Blick von den anderen Schülern ab und schenkte Jojo erneut ein höchst verwirrendes Lächeln.
„So dies und das. Unter anderem die Lösung für euer Problem.“
Für einen Moment sahen Jojo und Rhykker sie verständnislos an, dann richtet Rhykker sich plötzlich etwas mehr auf und starrte Visteria mit vor Aufregung ganz roten Wangen an.
„Die Lösung? Ihr habt etwas gefunden? Einen Gedankenlesetrank?“
„Nein, den leider nicht.“ Für einen Moment runzelte Visteria die Stirn. Sie ärgerte sich sehr darüber, dass ihr dieser Trank nicht gelungen war. Es war ja nicht so, als hätte sie es nicht versucht. Der Ravenclaw Erstklässler, an dem sie es getestet hatte, hatte immer noch Probleme, wieder richtig zu reden, nachdem er vier Wochen lang nur Kauderwelsch von sich geben konnte.
Als sie merkte, wie die beiden Gryffindors sie nun ungeduldig anstarrten, fuhr sie fort: „Aber wir haben eine Übergangslösung gefunden. Kommt nach der letzten Stunde hinunter zum Quidditch Feld, dann werden wir sie euch zeigen.“
„Was? Nein, Teri, das ist zu gefährlich. Wenn uns jemand sieht…“, warf Jojo ein, doch Visteria unterbrach sie: „Keine Sorge, ihr brecht keine Schulregeln damit.“
„Ich pfeif auf die Schulregeln“, sagte Jojo verärgert, „Ich will nur nicht, dass…“
„Seid einfach nachher da. Ihr werdet sehen, es gibt keinen Grund zur Sorge.“
Und mit diesen Worten schnappte sie sich ihre Tasche vom Tisch und verschwand so schnell, wie sie gekommen war.
Zweifelnd sah Jojo Rhykker an.
„Geht es nur mir so, oder machst du dir auch immer doppelt so viele Sorgen, wenn Visteria sagt, wir sollen uns keine machen?“
Das entlockte Rhykker ein leichtes Grinsen.
„Schon. Aber lass uns doch erstmal gucken, was nachher auf uns zukommt.“
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To goblins and ghosts, it's a magical feast.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Mallmon » 26. Sep 2018, 12:34

"Vielleicht haben sie ihre Eltern auch umstimmen können" Rhykker sah jojo hoffnungsvoll an, als die Beiden zusammen durch die Gänge richtung Ausgang gingen. "Aber das hätten sie doch gesagt und nicht so ein Geheimnis draus gemacht" Den ganzen Unterricht lang hatten die Beiden sich Theorien überlegt, was sie am Quidditchfeld vorfinden würden. Doch keine dieser Ideen klang auch nur halbwegs realistisch. Als sie das Schultor erreichten, schaute sich Jojo noch einmal um, um sicherzugehen, dass ihnen niemand folgte. Es war keiner in Sicht und so gingen Rhykker und Jojo weiter rätselnd über Wiese zum Quidditchfeld. Am Treffpunkt angekommen blieben sie stehen und sahen sich verwundert um. "Sollten Valka, Morgan und Visteria nicht schon hier sein?" verwirrt schaute Jojo zu Rhykker. Dieser zuckte nur mit den Schultern. Die Köpfe der Beiden schnellten herum als sich links von ihnen hinter einem Busch etwas bewegte. Kichernd kamen drei gestalten hervor. Jojo wollte schon zur Begrüßung ansetzen, da merkte sie, dass es gar nicht Valka, Morgan und Visteria waren. Ein kleines Erstklässlermädchen aus Hufflepuff, ein Ravenclawmädchen aus Morgans Jahrgang und ein großer Slytherin mit dunklen Haaren und einem markanten Gesicht standen plötzlich vor den Beiden. Den Jungen kannte Jojo aus Erzählungen von Morgan. Das musste Kayan Rosier sein. Rhykker starrte die drei überrascht an und konnte gar nichts mehr sagen. Jojo stotterte: "Ähm, Ich hab ..ähh ..meinen Besen vergessen und wir wollten eh grad schon wieder zum Schloss" Kayan grinste wissend "Du hast ja gar keinen Besen dabei" sagt er kühl. Die anderen mussten sich ein Lachen unterdrücken. "Was gibts da zu lachen?" Blaffte Jojo sie an. Das Hufflepuffmädchen sagte gewann ihre Fassung wieder und sagte: "Ich bin ein Hufflepuff!" Dann prustete sie laut lachend los. Jojo war nun völlig verwirrt und wandte sich mit fragendem Block Rhykker zu. Der stand mit offenem Mund da und hob langsam seinen Zeigefinger, während er abwechselnd den Slytherin, die Ravenclaw und die Hufflepuff ansah. Seine Mundwinkel zogens ich nach oben als er auf das Hufflepuffmädchen deutete. "Du bist Valka stimmts?" "ähm, nein. Ich bin ein Hufflepuff" Sie kämpfte sichtlich damit nicht wieder laut loszulachen. "Jetzt hö schon auf, Val" das Ravenclawmädchen stieß sie mit dem Ellbogen in die Seite. "Ja, ist sie. Ich bin Morgen und Kayan hier ist Visteria" Rhykker war begeistert "Woooooow, wie habt ihr das gemacht?" Jojo hingegen war noch etwas skeptisch "Das ist brilliant, aber was macht ihr wenn der echte Kayan Rosier oder die anderen euch sehen?" "Das werden sie nicht" sagte Visteria als Kayan und grinste schelmisch. Jojo hatte gelernt auf solche Antworten Visterias nicht weiter einzugehen, denn entweder würde ihr die Wahrheit nicht gefallen oder Visteria würde mit keinen weiteren Informationen raus rücken. Also entschied sie sich es dabei bleiben zu lassen. "So können wir uns treffen und keiner weiß, dass wir das sind. Allerdings hält das nur etwa eine Stunde an, also ist das auf Dauer auch keine gute Lösung", Erklärte Morgan den noch immer erstaunen Gryffindors. "Außerdem haben wir nicht viele Zutaten" Kayan kramte in Visterias Tasche und versuchte die Zutaten zu zählen. "Aber das ist soo cool, ich bin ein Hufflepuff! Jetzt kann ich dämliche Dinge machen und niemand wundert sich" "Das wirst du aber nicht machen" Jojo sah sie streng an. Als Valka Jojos Blick bemerkte, verschwand ihr Lachen und sie schaute auf das Gras vor ihr. "Jaaa, okay"
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Morgan » 27. Sep 2018, 13:09

„Es hat wirklich gut getan endlich wieder mit den beiden reden zu können“ sagte Morgen und lehnte sich entspannt in einen der beiden großen Ohrensessel, die an dem freudig prasselnden Feuer im Gemeinschaftsraum der Slytherins standen. „Ja“ sagte Valka die im Schneidersitz auf dem dunklen Teppich vor dem Kamin saß. Die Smaragdfarbenen Flammen züngelten den Kaminschacht hoch und tauchten den gesamten Raum in ein wohliges, schummriges grün. An einem der Fenster tauchten die dunklen Umrisse eines Tentakels vorbei und warfen langgezogene Schatten an die graue steinerne Wand des Raumes. „Rhy hat so lustig geschaut als er es begriffen hat. Und wie er mich gleich erkannt hat. Ich frag mich was mich verraten hat?“ „Er kennt uns eben inzwischen zu gut.“ sagte Morgan und lächelte schwach. Im selben Moment schien aber wieder ein Schatten über sie zu fallen. „Visteria hat nur noch Zutaten für einen weiteren Ausflug und wenn dann auch nur noch für uns Beide. Für sie würden ihre Vorräte gar nicht mehr reichen.“ „Dann müssen wir in den verbotenen Wald und neue Sachen pflücken.“ sagte Valka voller Tatendrang. „Visteria sagte, dass es nicht so einfach sei. Blutegel und Florfliegen haben wir genug im Schülerschrank. Da fällt es nicht auf wenn mal welche fehlen. Das Flussgrass und Knöterich können wir bestimmt sogar auf den Ländereien finden. Aber um eine Baumschlagenhaut zu finden müssen wir bestimmt etwas suchen. Und das in der Nacht in einem dunklen, riesigen Wald.“ Valka zuckte mit den Schultern. „Wir sind so viele Augen und wir sind beide in einem Wald aufgewachsen. Denke nicht dass es ein Problem sein sollte.“ „Nja…“ sagte Morgen zögernd. „Ich habe jetzt bei meinen letzten Hausaufgaben für Verteidigung gegen die dunklen Künste gelernt, dass alle möglichen Wesen in diesem Wald wohnen.“ Valka sah sie unbeeindruckt an. „Auch Werwölfe sollen da ihr Unwesen treiben.“ Valkas Selbstsicherheit, die ihr eben noch so klar in ihrem Gesicht geschrieben war, hatte sich in blankes Entsetzen verzogen. „Nein“ hauchte sie und ihr Gesicht nahm eine leicht grünliche Farbe an. „Aber keine Sorge! Wir gehen ja nicht zu Vollmond“ sagte Morgan in der Hoffnung ihr wieder etwas Mut schenken zu können. „Und wenn Du nicht gehst, dann gehe ich auch nicht! Alleine kann ich das nicht!“ „Visteria, Jojo und Rhy wären ja auch dabei“ sagte Valka mit leicht bebender Stimme. „Ja aber du bist die mutige von uns beiden. Du musst mich dann mitziehen. Bei den Gryfindors weiss ich ja gar nicht, ob sie überhaupt mutig sind…“ Beide sahen sich an und prusteten los.

Zwei Stunden später traf eine mit einem Stapel Büchern bepackte Visteria zu ihnen. Sie liess den Stapel vor sich fallen und atmete freudig aus. „Ich hab dir alle Lektüre über den verbotenen Wald und seinen beheimaten Wesen mitgebracht, die ich finden konnte.“ sagte Visteria an Morgen gewandt. Morgan sah sie ungläubig an. Sie wusste nicht wieso, aber Visteria so geordnet und mit einem Stapel Bücher bepackt zu sehen kam ihr so surreal vor, wie ihre Eltern in einem Supermarkt anzutreffen. „Und die soll ich lesen?“ fragte Morgen langsam und sah auf den immensen Stapel alter Bücher der fast bis an die Armlehne des Sessels reichte. Doch als sie ihre Augen wieder zu Visteria wandern lies, hatte diese sich bereits wieder umgedreht und lief Richtung Schlafsäle. Morgen sah Valka an die ihr ebenfalls verwirrt nachsah. „Meinst du…“ setzte Valka an. „Meinst du sie macht sie Sorgen oder so?“ „Visteria? Sorgen?“ antwortete Morgen spöttisch. „Wir machen das! Nächsten Samstag ist ein Quidditsch Spiel und alle werden abgelenkt sein. Dann können wir sobald die Sonne untergegangen ist uns ungesehen mit den anderen am See treffen und in den Wald schleichen. Wir sollten Visteria Bescheid sagen, dass sie es Jojo und Rhy sagen soll.“
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Psyche » 27. Sep 2018, 23:13

Die Woche bis zum heiß erwarteten Quidditch-Spiel zwischen Ravenclaw und Slytherin verging schneller als den drei Slytherins lieb war. Während ihre Mitschüler freudig erregt Wetten abschlossen, sich stolz gegenseitig Fahnen mit silber glänzenden Schlangen präsentierten und Ravenclaws auf dem Gang ausbuhten, saßen Morgan und Valka im Gemeinschaftsraum der Slytherins und lasen in den Büchern, die Visteria ihnen gegeben hatte. Von Visteria wussten sie, dass sie auch Jojo und Rhykker ein paar Bücher gegeben hatte, da diese beiden allerdings in der Bibliothek waren und sie keine unnötige Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollten, blieben die beiden im Gemeinschaftsraum. Visteria bekamen sie erneut nur selten zu sehen. Sie vermuteten, dass sie mit Rhykker und Jojo in der Bibliothek war, sicher waren sie sich jedoch nicht. Sicher waren sie sich nur dahingehend, dass sie wieder mit irgendetwas herumexperimentiert haben musste, denn erst am vorigen Tag war sie mit Ruß im Gesicht und leise vor sich hinfluchend an den beiden Büffelnden vorbeigegangen und im Gemeinschaftsbad verschwunden. Die beiden hatten sich nur bedeutungsvolle Blicke zugeworfen und ihre Studien fortgesetzt. Während Morgan sich gerade auf einem Stück Pergament notierte, wie man einen Hipogreifen begrüßen musste, damit dieser einen nicht als Bedrohung wahrnahm, hörte sie wie Valka scharf die Luft einzog. Morgan hob ihren Blick und sah Richtung Valka. Diese starrte kreidebleich auf ihr Buch. Morgan senkte den Blick und las in umgedrehten Lettern "Wie überlebe ich eine Werwolfattacke". Morgan verstand sofort, hob eine Hand und legte sie Valka auf die Schulter. Diese zuckte kurz zusammen, beruhigte sich aber schnell, als sie erkannte wer sie berührte. "Keine Sorge", meinte Morgan mit einem Lächeln "Wie schon gesagt, wir gehen nicht bei Vollmond. Bis dahin sind es noch anderthalb Wochen. Du kannst gar keinem Werwolf begegnen, ok?". Valka schluckte und nickte nur. Rasch blätterte sie die Seite um. Sie seuftzte. "Nicht dass es einen Unterschied machen würde. In diesem Buch stehen so viele verschiedene Tiere, die es ALLE im verbotenen Wald gibt und die fast alle tödlich sind. Wie sollen wir das nur schaffen?", fragte Valka und raufte sich die grünen Haare. Morgan runzelte die Stirn. Auch sie hatte nicht geahnt wie viele Wesen ihnen im verbotenen Wald an den Kragen wollen würden. Dennoch versuchte sie Valka zu ermuntern. "Deswegen lesen wir ja die Bücher. Damit wir bei jedem einzelnen von ihnen wissen wie wir reagieren müssen. und du hast doch gestern Visertia gesehen oder? ich wette sie bereitet alles mögliche vor." Valka lächelte, obwohl ihr gar nicht nach Lächeln zu Mute war.

Rhykker und Jojo saßen in der Bibliothek und taten es Morgan und Valka gleich. Auch sie saßen am Tisch und beugten sich über Bücher, so dick wie Backsteine. Visteria hatte ihnen den Plan mitgeteilt und so bereiteten auch sie sich auf die bevortsehende Unternehmung in den verbotenen Wald vor. Während dies Rhykker gar nicht so viel auszumachen schien, im Gegenteil er schien das neue Wissen geradezu aufzusaugen, krizelte Jojo geistlos auf ihren Notizen herum. "Was bringt es mir meine Hausaufgaben abzuschreiben, wenn ich dann doch den ganzen Tag in der Bibliothek sitze und Bücher wälze?", fragte sie grummelig. Mit einem tiefen Seufzer lies sie ihren Kopf gegen das vor ihr liegende Buch donnern und blieb regungslos liegen. "ich mag nicht mehr, ich kann einfach nichts mehr aufnehmen", sagte sie dumpf ohne ihren Kopf zu heben. Rhykker, der dieses Verhalten von Jojo aus zurückliegenden Hausaufgabensessions bereits kannte beschloss nicht weiter auf sie einzugehen, stattdessen griff er in eine Packung "Bertie Botts Bohnen aller Geschmacksrichtungen" und steckte sich eine Bohne in den Mund. Erfreut stellte er fest, dass er Erdbeere erwischt hatte. Jojo rollte ihren Kopf zur Seite und sah Rhykker an. Besorgt runzelte sie die Stirn. Was wenn etwas schief ginge? Was, wenn sie Rhykker oder die anderen nicht beschützen könnte? War es nicht vielelicht doch zu riskant? Mit einem Satz richtete sich Jojo auf, schlug sich mit jeweils einer Hand auf jeweils eine ihrer Wangen und fuhr fort das vor ihr liegende Buch zu lesen. Sie musste sich zusammenreissen, hier ging es nicht nur um sie, sondern um ihre Freunde und wenn sie diese beschützen wollte, dann müsste sie vorbereitet sein. Mit neu gewonnenem Elan machte sich Jojo jetzt eifrig Notizen. Rhykker, der diesen ganzen Prozess etwas verwirrt betrachtet hatte musste lächeln.

Kurz nach Anpfiff:

Jojo und Rhykker saßen weiter entfernt vom Quidditch Spielfeld am See unter einem Baum, um von neugierigen Blicken geschützt zu sein. Sie beide waren angespannt und schwiegen. Im Kopf gingen sie all das durch, was sie in der letzten Woche gelernt hatten. Lange mussten sie nicht warten, in der Ferne sahen sie wie Valka, Moran und Visteria in der Dunkelheit auf sie zu huschten. Als die drei am Fuße des Baumes angekommen waren, standen Rhykker und Jojo auf. "Wieso habt ihr keinen Vielsafttrank genommen?", fragte Rhykker verwwirrt. "Visteria meinte es bestünde die Möglichkeit, dass wir im verbotenen Wald keine Baumschlangenhaut finden. Also haben wir beschlossen den Rest aufzusparen, falls wir doch nochmal was klauen müssen oder so. Jetzt ist eh jeder mit dem Quidditchspiel beschäftigt, da fällt sowieso niemandem auf, dass wir nicht da sind", meinte Morgan. Ein langes Schweigen folgte. Niemand traute sich das Startsignal zu geben, alle hatten Angst. Schließlich unterbrach Visteria die Stille. "Ich habe da was vorbereitet", sagte sie und ohne weiteres zögern reichte sie jedem einen kleinen Gürtel, an dem drei kleine verschiedenfarbige Ampullen befestigt waren. "Während ihr Informationen über all die Tiere geesammelt habt, die es hier im Wald gibt, habe ich an ein paar Verteidigungsmöglichkeiten gearbeitet. Keiner dieser Tränke kann wirklich Schaden anrichten, aber vielleicht kann einer den Unterschied zwischen Leben und Tod machen", sagte sie bedeutungsvoll und sah mit großen Augen in die Runde. Die anderen schluckten nur und sahen betreten zu Boden. "Der erste...", sie deutete auf die Ampulle, in der schwarzer Nebel zu wabern schien, "...erzeugt eine große Rauchwolke, wenn ihr sie auf den Boden werft. Kann eine gute Möglichkeit sein um unerkannt zu fliehen. Die zweite...", diesmal deutete sie auf die Ampulle mit einer rot glitzernden Flüßigkeit, "erzeugt einen Feuerball der sehr hoch aufsteigt und kurz in der Luft verweilt. Wenn wir uns verlieren können wir uns damit wiederfinden. Und die dritte...", sie hob die Flasche mit der blassblauen Flüßigkeit hoch, "...Ist ein Schlafzauber. Werft den einfach auf was auch immer euch angreift. Wenn es mit der Flüßigkeit in Berührung kommt, wird es sofort einschlafen. Zumindest wenn es durch Zauber beeinflusst werden kann.", fügte sie hinzu. Schweigend besahen sich alle die kleinen Ampullen. Sie waren zwar keine Waffe die gegen einen Vampir oder einen Werwolf helfen würden, aber dennoch fühlten sie sich ein wenig sicherer. Sie alle legten die Gürtel an und tauschten bedeutsame Blicke aus. "Wollen wir?", fragte Morgan in die Runde. Die anderen nickten. "Und denkt dran, wir müssen um jeden Preis zusammenbleiben.", ergänzte Jojo nachdrücklich. Alle fünf richteten ihre Blicke auf den verbotenen Wald. Schließlich zückten sie ihre Zauberstäbe, murmelten leise "Lumos" und begannen in Richtung verbotener Wald zu laufen.

Sie liefen bereits eine halbe Stunde und noch hatten sie weder eine Baumschlange gefunden, noch waren sie etwas anderem begegnet. Es kam ihnen wie ein ganz gewöhnlicher Wald vor. Valka gähnte gelangweilt. "Hätte ich das gewusst hätte ich nicht so viel gebüffelt. Mir ist schon fast ein wenig langweilig. Ich weiss nicht wies euch geht, aber ich könnte jetzt schon eine kleine Vampirattacke vertragen", sagte sie grinsend. Jojo und Rhykker lachten nervös. Morgan und Visteria schwiegen. Valka hörte daraufhin wieder auf zu Grinsen und konzentrierte sich wieder auf ihre Umgebung. "Sschhhht!", stief Jojo plötzlich zwischen gepressten Lippen hervor. Die anderen blieben sofort stehen und lauschten. Keiner machte auch nur einen Mucks. Und dann hörten sie es. Ein leises Summen, wie von einer Mücke, nur lauter und vor allem: schneller. "Da ist es wieder", rieef Jojo laut als das Summen nur knapp an ihrem Ohr vorbeizischte. "Das ist ein Billywig!", rief Rhykker laut, der einen Blick auf das abderthalb Zentimeter große, saphirblaue Wesen erhascht hatte und sich an eine Abbildung in "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" erinnerte. "Ein Billywig?", hörte man nur auf hinterster Reihe. Jojo, Rhykker, Morgan und Valka drehten sich mit ungutem Gefühl um. Keinem von ihnen gefiehl Visterias Tonfall. "Denk nicht mal dran", warnte Morgan Visteria, doch für die kam jede Warnung zu spät. Mit einem Hechtsprung versuchte Visteria das kleine fliegende Wesen abzufangen, als es an ihr vorbeiflog. Mit einem dumpfen Aufprall landete sie auf dem mit Blättern bedeckten Boden, die Hände ausgestreckt und die Handflächen um etwas geschlossen. Sie rührte sich nicht. Besorgt rannten die anderen zu Visteria. "Visteria?", fragte Valka, die zuerst bei ihr angekommen war vorsichtig. aIst alles ok bei dir?". Sie kniete sich zu Visteria auf den Boden und wollte sie gerade vorsichtig an der Schulter berühren, als Visteria sich plötzlich regte. Sie schloss die Hände um de, wie Valka vermutete, erflogreich gefangenen Billywig und sperrte diesen mit einer schneller bewegung in einem Glas ein. Danach setzte sie sich etwas zerknirscht, aber zufrieden ins Gras. Jojo, Rhykker und Morgan, die dazugekommen waren, lächelten erleichtert. "Hast du uns einen Schrecken eingejagt", lachte Valka erleichtert. Doch Vosteria reagierte nicht und starrte einfach nur geradeaus. "Visteria?", Valka wedelete Visteria mit einer Hand vor dem Gesicht hin und her. "Alles ok? Teri?", vergebens, Visteria reagierte nicht. Mit einem Mal wurde Visteria, wie von unsichtbarer Hand, vom Boden gehoben und stieg einen guten Meter in die Höhe. Auf dieser Höhe verharrte sie und rotierte leise kichernd im Kreis. "Oh Nein, das habe ich befürchtet. Wenn man von einem Billywig gestochen wird, kann es passieren, dass man anfängt zu schweben.", sagte Rhykker. "WAS?", riefen die anderen drei laut aus. "Was machen wir denn jetzt?!", fragte Jojo entsetzt. "Erstmal müssen wir schauen, dass Visteria nicht wegfliegt", rief Morgan laut und deutete auf Visteria, die bereits einige Meter weiter, schwebend Räder schlug und sich von den anderen entfernte. "Hinterher", rief Valka und wollte gerade losrennen, als sie stolperte und hinfiel. In diesem Moment löste sich die kleine Güteltasche mit Visterias Tränken und zerschellten am Boden. Im selben Moment flog ein rießiger Feuerball empor und eine dichte Rauchwolke legte sich über alle. "Wo seid ihr?" rief Valka, die sich wieder aufgerichtet hatte. Aus der Ferne konnte sie nur Morgan rufen hören "Bleibt wo ihr seid! Ich muss Visteria hinterher, sonst hol ich sie nicht mehr ein!". Wankend und mit tränenden Augen versuchte Valka sich zu orientieren. Mit ausgestreckten Armen suchte sie nach einem Halt. Plötzlich verlor sie den Halt unter ihren Füßen. Schreiend glitt sie einen steilen Abhang herab.Nach einigen Metern kam sie zum stehen. Da sie sich nciht verletzt hatte richtete sie sich auf und rieb sich die Augen. Um sie herum erkannte sie nichts und sah keinen ihrer Freunde. Sie war allein.

Jojo rief durch den Rauch nach ihren Freunden, doch konnte sie niemanden finden. Sie hörte Morgan und Valka durcheinanderrufen, konnte jedoch ncith ausmachen, was genau sie riefen. Als der Rauch lsangsam verzog konnte sie eine Gestalt auf dem Boden liegen sehen. erst auf den zweoten Blick erkannte sie wer es war. "Rhykker!", schrie Jojo angsterfüllt und stürtzte auf ihren besten Freund zu. Sie lies sich neben ihm ins Laub fallen und schüttelte Rhykker heftig. Dieser regte sich nicht. Jojo kamen die Tränen. "Rhykker?! RHYKKER?!", schrie sie lauter, doch es tat sich ncihts. Sie richtete jetzt seinen Oberkörper auf und schüttelte ihn heftiger. Mit einem Mal erkannte sie etwas, dass sich hinter Rhykker auf dem Boden befand. Ein paar Glassplitter und die Reste einer blauen Flüßigkeit. jojo sah Rhykker jetzt genauer an und sah, dass ein bisschern der blauen Flüßigkeit auch an seiner linken Hand zu finden war. Sie kicherte nervös und lies Rhykker los, der mit einem dumpfen Geräusch auf den Boden fiel. Rhykker schlief nur. jojo versuchte sich zu beruhigen und sah sich um. Von den anderen fehlte jede Spur.
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Jojo » 2. Okt 2018, 09:01

„Scheiße...“, murmelte Jojo und kaute auf ihrer Unterlippe, während sie sich im Wald umsah. Ihre rechte Hand umklammerte den Zauberstab so fest sie konnte, auch wenn sie bezweifelte, dass sie gegen irgendein Monster etwas ausrichten könnte. Aber er gab ihr trotzdem ein halbwegs sicheres Gefühl.
Langsam ging sie ein paar Schritte im Kreis und warf einen besorgten Blick auf den schlafenden Rhykker. Was nun? Sollte sie rufen? Damit würde sie doch nur unnötig auf sich aufmerksam machen, oder?
Langsam hob sie den Zauberstab und ließ das Licht umher wandern. Am Boden waren die zerbrochenen Phiolen von Valkas Gürtel zu sehen. Noch immer waberten einige dunkle Rauchschwaden über den Boden, die sich langsam, aber stetig auflösten.
Einige Meter weiter erblickte Jojo einen Abgrund und dort waren eindeutig Fußspuren in der feuchten Erde, die dann plötzlich am Rand des Abhanges verwischt waren, als wäre jemand ausgerutscht.
Jojo warf noch einen Blick über die Schulter zu Rhykker, dann beugte sie sich über den Rand des Abgrunds.
„Valka? Morgan? Teri? Ist jemand von euch da unten?“, rief sie halblaut. Einen furchtbaren Moment lang passierte nichts. Dann antwortete, von gefühlt ganz weit weg, eine dünne Stimme. Valkas Stimme.
„Ja, ich bin hier.“
Jojo atmete erleichtert auf.
„Merlin sei Dank. Bist du verletzt?“
„Nein, ich glaube nicht. Nur erschrocken. Was ist mit euch?“
„Mir gehts gut. Aber Rhy hat was von Visterias Schlaftrank abbekommen und ist nun im Land der Träume. Ich kann ihn hier nicht einfach so liegen lassen.“
Wieder sah sie über die Schulter zu ihrem besten Freund. Dann hörte man unten Valka tief durchatmen.
„Okay. Okay, bleibt, wo ihr seid. Ich versuche, einen Weg zu euch hoch zu finden.“
„Gut. Sei vorsichtig.“
Jojo richtete sich wieder auf und fuhr sich mit den Fingern durch die vom Wald zerzausten Haare. Um sie herum knackte das Unterholz, als würde es leben. Tat es das nicht auch? Es würde sie kaum wundern, wenn ausgerechnet jetzt ein Werwolf hervor springen würde...
Langsam ließ sie sich neben Rhykker auf den Boden sinken und starrte unglücklich vor sich hin. Soviel zum Thema „Auf jeden Fall zusammen bleiben“. Jetzt musste sie darauf aufpassen, dass ihr bester Freund nicht im Schlaf gefressen wurde, Valka irrte irgendwo alleine umher und Morgan jagte dem Visteria Ballon nach. Eigentlich hätte sie ahnen müssen, dass das hier im Chaos enden würde.
Hin und wieder stupste sie Rhykker mit dem Zauberstab in die Seite, aber mehr als ein leises Schnarchen war nicht aus ihm heraus zu kriegen.
„Verdammt nochmal, Teri, wie lange hält dein verfluchter Schlaftrank?“, murmelte Jojo gerade zu sich selbst, als ein lautes Knacken sie hochfahren ließ. Hektisch sah sie sich um und leuchtete mit dem Zauberstab auf jeden Busch in Sichtweite. Und tatsächlich, einer davon wackelte deutlich und raschelte laut.
„Valka?“, fragte Jojo ängstlich, „Bist du das?“
Einen Moment lang passierte nichts. Jojo hielt angespannt den Atem an. Dann, urplötzlich, sprang mit einem widerlichen Knurren eine kleine Gestalt aus dem Busch, so dass Jojo vor Schreck einen Satz rückwärts machte und laut aufschrie.
Auf den ersten Blick hätte die Gestalt ein Zwerg sein können, wäre da nicht das fiese Gesicht und die blutverschmierten Hände gewesen. Es bleckte die Zähne und sah abwechselnd zwischen Jojo und dem immer noch schlafenden Rhykker hin und her, als würde es abwägen, wer von ihnen zuerst gefressen werden sollte.
Ein Rotkappe, schoss es Jojo nun durch den Kopf, die das Wesen aus einem der gewälzten Bücher erkannte. Verzweifelt versuchte sie, sich ins Gedächtnis zu rufen, wie man Rotkappen verscheuchte, aber ihr Kopf war vor Panik ganz leer. Erneut gab der Rotkappe ein Knurren von sich und bewegte sich dann langsam auf Rhykker zu.
„Nein! Wag es nicht, du dreckiges kleines Biest!“, stieß Jojo hervor und machte einen Satz nach vorne, um sich vor Rhykker zu stellen. Auf so etwas schien der Rotkappe jedoch nur gewartet zu haben, denn im selben Moment sprang er auch schon auf Jojo zu. Sein Gewicht traf sie gegen die Brust und ließ sie hinten über fallen. Hart schlug sie mit dem Rücken auf dem Boden auf und für einen Moment blieb ihr die Luft weg. Doch noch bevor sie sich wieder aufrichten konnte, war der Rotkappe mit einem Satz auf ihr gelandet und seine kleinen, aber ungeheuer starken Hände legten sich um ihren Hals.
Verzweifelt versuchte Jojo das Wesen von sich runter zu stoßen, zu schlagen und zu treten, doch sie konnte kaum atmen und vor ihren Augen begannen langsam, schwarze Punkte zu tanzen. Gerade, als sie dachte, sie würde das Bewusstsein verlieren, stieß der Rotkappe mit einem Mal einen schrillen Schrei aus und alles um Jojo herum wurde plötzlich von gleißenden Feuer eingehüllt. Der Griff um ihren Hals lockerte sie und mit einem kräftigen Tritt gelang es ihr, den Rotkappen endlich von sich herunter zu stoßen. Die Hitze versengte ihr Haare und Augenbrauen, doch es war der Rücken des Rotkappen, der nun lichterloh in Flammen stand und schreiend verschwand das kleine Monster wild um sich schlagend wieder im Wald.
Schwer atmend richtete Jojo sich auf und fuhr sich über die schweißnasse Stirn. Ihr Hals tat furchtbar weh und sie spürte einige Brandblasen an ihren Unterarmen, doch als sie nun den Blick wandte, entdeckte sie Rhykker, der wieder auf den Beinen war und ihr jetzt hoch half.
„Bist du okay?“, fragte er besorgt und begutachtete die Brandwunden.
„Ja.“, keuchte sie, „Alles in Ordnung. Wie hast du das gemacht?“
„Ich hab eine von Visterias Flaschen geworfen, die mit dem roten Trank. Du weißt schon, Feuerball und so.“
„Rhykker Wuchs, du bist brilliant.“ Immer noch fiel es Jojo schwer zu atmen und Rhykker lächelte geschmeichelt.
„Schon gut. Wo sind die anderen?“
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Re: Im Hogwarts Express

Beitragvon Mallmon » 10. Okt 2018, 15:10

Valka klopfte sich grob die Erde von den Klamotten."Lumos", flüsterte sie und an der Spitze ihres Zauberstabs erschien ein kleines Licht. Sie schaute sich in dem düsteren Wald um, um einen Weg zurück zu Jojo zu finden. Den Abhang wieder hoch zu klettern war unmöglich. Die lockere Erde und die glatten Steine, die sie erkennen konnte, würden sie nur erneut herunterfallen lassen. Valka sah zu ihrer linken und erkannte, dass dort der Wald nur noch dichter wurde, bis vermutlich kaum noch ein Durchkommen zwischen Bäumen, Sträuchern und anderen Dingen war. Rechts von ihr führe ein kleiner Trampelpfad das Ende des Abhangs entlang. "Dann also hier lang", murmelte sie in sich hinein. Die Stille beunruhigte sie, also begann sie leise mit sich selbst zu reden um ihr Mut zu machen. Doch auch nicht zu laut um nicht noch irgendwelche Wesen auf sie aufmerksam zu machen. Sie kannte und liebte Wälder, schließlich war sie an einem aufgewachsen und hatte dort fast jeden Tag gespielt. Dieser Wald jedoch war etwas ganz anderes. Valka konnte nicht einmal genau sagen woran das lag, aber in dem verbotenen Wald war ihr unbehaglich. Jetzt, da sie die Anderen verloren hatte, sogar noch mehr. Valka ging den Pfad entlang und murmelte dabei ein Lied, dass ihr schon seit Tagen im Kopf rumschwirrte. "Dominique, ique, ique.." Doch schließlich verstummte sie als vor ihr im Gebüsch etwas raschelte. Gebannt blieb sie stehen und starrte auf die Stelle des Busches, die eben noch gewackelt hatte. "Hallo?" flüsterte sie zaghaft und sprang einen Schritt zurück, als eine kleine Feldmaus aus dem Gebüsch hervorkam und über den Pfad huschte. Im nächsten Augenblick war sie verschwunden. Valka lachte nervös "Komm schon Val, du lässt dich doch nicht von so einer kleinen Maus erschrecken" Wieder etwas neuen Mut gefasst, beschloss Valka nach Jojo zu rufen, vielleicht konnte sie ja eine Möglichkeit nach oben sehen. "Jojo??" "JoooJooo" Doch niemand antwortete ihr. Nur die Bäume des Waldes hallten die Worte einige Male nach. Also ging Valka weiter. Irgendwo muss ein Weg nach oben sein. Und wenn sie die Anderen erst wieder gefunden hatte, würden sie endlich aus diesem unheimlichen Wald herauskommen. Der Pfad wurde immer schmaler und es blieb Valka nicht aus irgendwann über heruntergefallene Äste, große Wurzeln oder sogar durch Büsche zu klettern. Einmal übersah sie eine etwas kleinere Wurzel und viel kopfüber in einen Dornenbusch, der ihr die Arme und das Gesicht zerkratzte. "Hoffentlich kann Morgan inzwischen irgendeinen Heilzauber, das wird schwer im Krankenflügel zu erklären sein". Valka kämpfte sich gerade durch einen besonders hartnäckigen Busch als sie leise Stimmen hörte. Was die Stimmen sprachen, konnte sie nicht verstehen, doch schien es eine freudige Unterhaltung zu sein, denn eine Männerstimme lachte. Valka versuchte so leise wie möglich ein Stück weiter durch den Busch zu kriechen. Dann sah sie auf einer kleinen Lichtung drei Wesen, welche die Körper von Pferden besaßen und von der Hüfte aufwärts Menschen waren. Zentauren dachte Valka sofort. Zwei der Zentauren standen mit dem rücken zu Valka. Einer mit einem braunen Pferdekörper und etwa Schulterlangen nussbraunem Haar, der andere mit Rabenschwarzem kurzen Haaren und einem schwarzen Pferdekörper. Der Zentauer ihnen gegenüber, bemerkte Valka zum Glück noch nicht. Er war deutlich jünger als die anderen Beiden, gerade so alt, dass ihm ein paar einzelne rot-blonde Barthaare aus dem Kinn sprossen. Er hatte einen Rotbraunen Pferdekörper und schulterlanges, blondes Haar. Alle drei hielten in der rechten Hand einen gespannten Bogen. Valka versuchte unbemerkt weiterzukriechen, als sie ihre Haare im Gestrüpp verfingen und einen Ast zischend nach hinten sausen lies, als sie sich lösten. Während die beiden älteren Zentauren sich noch umdrehten, zog der Junge blitzschnell einen Pfeil aus seinem Köcher und schoss ihn in Valkas Richtung ab. Valka erstarrte, als der Pfeil nur knapp ihr linkes Ohr verfehlte. Das Herz schlug ihr bis zum Hals und sie starrte die drei nur mit großen Augen an. "Du sollst nicht auf alles gleich schießen, Hiro", Keifte der Braune den Blonden an. "Und wenn, dann triff wenigstens auch" fügte der Schwarze hinzu. Er gallopierte auf Valka zu und blieb kurz vor ihr stehen. "Wer bist du und was suchst du hier?" fragte er in einem verärgerten Ton. "Ich...ähh.. Ich bin Valka" begann Valka stotternd, "U-und ich glaube i-ich habe mich verirrt" "Verirrt hm? Ich glaube eher du bist hier her gekommen um unsere Ruhe zu stören. Warum sonst sollten Zauberer wie ihr in unser Territoruim eindringen. Aber das wird auch das letzte sein was du tust." Valkas Augen füllten sich mit Tränen und sie begann leise zu schluchzen. Bevor der schwarze Zentaur weiter reden konnte, legte ihm der braune eine Hand auf die Schulter und sagte sanft: "Arameus, schau doch. Sie ist doch nur ein Kind. Ich glaube nicht, dass sie böse Absichten hatte" "Du weißt wozu sie fähig sind, Rhagar, sie haben damals auch deine Mutter getötet." fauchte Arameus zurück. "Schaut doch, sie weint", rief Hiro. "Siehst du, wenn sie uns schaden wollte, würde sie wohl kaum weinen." Rhagar warf Arameus einen vorwurfsvollen Blick zu. Dieser senkte seinen Blick und sagte diesmal sanfter "Also Valka, sollen wir dich zum Waldrand bringen, damit du endlich hier weg kommst?" Valka brachte nur ein Nicken zustande.
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